Raubtier Hund

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Biancaund Mia

Re: Raubtier Hund

Beitrag von Biancaund Mia »

deine ironie in allen ehren aber das falsche thema.

ich glaube du liest nur oberflaechlich sonst wuesstest du wo mein problem liegt.

wenn ein hund ausversehen in einen zaun laeuft ist das eine sache, es aber zu provozieren ist riesen grosse scheisse auf gut deutsch.

ich hoffe das du nun verstanden hast, womit ich ein problem habe. ;-)


Anni71

Re: Raubtier Hund

Beitrag von Anni71 »

Ich kann mich eigendlich nur Richard anschließen...

Somit ist jeder Hund mit Jagdtrieb porvoziert, der hinter einem Weideschutzzaun Tiere sieht, die er jagen und evtl reißen möchte... ?

Denk mal drüber nach. Heißt das, wir müssen diese Tiere dem Hund entziehen? Oder diese Hunde einschläfern?

Dem Hund ist es doch egal, was hinter dem Zaun ist, ob Mäuse, Hamster, Meerschweinchen, Hasen, Hühner, oder Großwild, er will sie haben und bei dem Versuch bekommt er einen Stromschlag, nicht mehr und nicht weniger.
Ich mache den Hund nicht nass und halte ihn absichtlich an das E -Band ! Wenn er an die Beute will wird er davon abgehalten. So schützt mal Tiere vor Hunden/Wölfen /Kojoten oder Felder vor Wildschweinen. Was ist daran falsch?

Klar kann man auch Kleintiere so sichern, dass kein Hund dran kommt, wurde auch besprochen, aber was ist daran falsch, Tiere mit E - Zaun zu sichern.

Bitte bleibe mit Deinem Ton auf dem Teppich, ich bin nicht auf Streit aus, möchte nur verstehen, warum Tiere nicht mit E Band eingezäunt werden sollen und so verstehe ich Dein Posting, nicht anders.

Liebe Grüsse
Anja


Biancaund Mia

Re: Raubtier Hund

Beitrag von Biancaund Mia »

ich wuesste nicht wo ich mich im ton vergriffen habe.

wie man in den walt ruft so schalt es heraus. nur das dazu.

und nochmal, ich habe selber geschrieben das der hund ein tier ist und somit seinen jagdtrieb hat.
ich habe NICHT geschrieben das ich einen neuen zaun erfinden will, das hast du in deinem letzt beitrag mit der ironie in das thema gebracht.

ich habe NUR darauf reagiert, das ich es "scheisse'finde, wenn der hund provoziert wird in den stromzaun zu laufen.

das habe ich acuh in meinem letzten beitrag geschrieben.
aber anscheinend hast du das nicht gelesen, sonst wuerdest du mich nicht so angreifen und mir nahelegen auf dem "teppich" zu bleiben.
das ist eine schreibe, die einen streit provoziert. mich kann aber so schnell nichts provozieren, wie auch, man kann in was geschriebenes immer einen anderen ton lesen. ;-)

und nun nochmal, bitte lese das was ich schreibe. ich ahbe das oben NOCHMALS zusammen gefasst.

LG bianca


Alrun
Beiträge: 244
Registriert: 03.08.2008, 10:42

Re: Raubtier Hund

Beitrag von Alrun »

Ich glaube, Ihr redet da aneinander vorbei.
Was BiancaundMia stört ist, dass der Hund absichtlich an den E-Zaun herangeführt werden soll. So zumindest verstehe ich das.
Auch mir ist das ehrlich gestanden beim Lesen, ganz unabhängig von BiancaMias Postings, aufgefallen. Jedoch habe ich hier keine "Tierquälerei" vermutet, sondern bin eigentlich, davon ausgegangen, dass man eben dabei ist und aufpasst um die Reaktion des Hundes auch zu sehen wenn er an die Tiere will.
Das kann ich nachvollziehen - denn es soll ja auch Hunde geben, die ein Stromschlag nicht wirklich davon abhält, die Meerschweinchen, Hasen, Hühner oder Ziegen trotzdem zu töten. Es soll auch Hunde geben, die nach so einem Stromschlag panisch das Weite suchen. Wenn ich nun dabei bin, kann ich auch eingreifen, sollte etwas nicht so laufen, wie ich es geplant habe.

Ich habe einige Jahre lang als Hundetrainerin gearbeitet und kann nur sagen, dass ich persönlich niemals Teletakt-Geräte verwendet habe. Angedacht hatte ich es nur ein einziges Mal bei einem meiner eigenen Hunde. Damals war die Anwendung noch nicht verboten. Jedoch habe ich nach vielen Gesprächen mit anderen Trainern mein Vorhaben wieder verworfen. Denn bei Hunden, die durch positive Jagderfolge nicht mehr von der Leine gelassen werden dürfen, hat man auch mit einem Teletakt-Gerät nur bedingt Erfolg. Der Hund um den es sich damals handelte war ein Terrier und ich bin mir fast 100%ig sicher, dass ein Stromschlag aus einem Teletakt-Gerät nur den gegenteiligen Erfolg gehabt hätte.

Abgesehen davon, dass die Diskussion über Teletakt-Geräte ohnehin überflüssig (weil verboten) ist, möchte ich noch anmerken, dass es sicherlich hie und da Hunde gibt, die man mit großem Geschick (sprich PERFEKTEM Timing) mit Teletakt-Gerät korrigieren könnte. Nur - wer ist schon so perfekt? Ich glaube behaupten zu dürfen, dass ich ziemlich reaktionsschnell bin (kein Wunder bei 10 Terriern im Haushalt). Trotzdem kommt es immer wieder vor, dass ich Fehler im Handling meines Rudels mache.
Und in meiner Arbeit als Hundetrainerin habe ich eigentlich niemals Hunde gesehen, die wirklich eines so massiven Einsatzes an Strafe bedurft hätten. Viel eher hätte ich den Hundebesitzern gerne mal ein Teletakt-Gerät umgehängt!

Der Einsatz von Sprühhalsbändern oder Wurfketten ist ebenso eine Sache, die eigentlich nur echten Profis vorbehalten sein sollte.

Ein Beispiel: einmal hatte ich einen Kunden, der mit seinem Hund bei einem so genannten Hundeflüsterer war. Der hat ihm den Einsatz einer Wurfkette angeraten und ihm auch beigebracht wie das funktioniert. Ist ja eigentlich kein großes Ding - die Kette wird eben im richtigen Moment geworfen (so dass der Hund nicht sieht, woher sie kommt!) um unerwünschtes Verhalten zu unterbinden. Allerdings flog diese Kette ziemlich oft und vor allem in Situationen, in denen sich der Hund - meiner Meinung nach - völlig normal für einen Hund benahm. Der Besitzer hat einfach manche Situationen total falsch eingeschätzt, bzw. viele Dinge gar nicht gesehen.
Ich habe es in meinen Stunden bei "Problemfällen" so geregelt, dass ausnahmslos ich die Wurfkette benutzte - und danach reichte es aus, dass der Besitzer beim Ansatz eines unerwünschten Verhaltens (z. B. Leinenaggression) nur einmal mit der Wurfkette klimperte. So soll es sein. Allerdings hängt der weitere Erfolg natürlich auch davon ab, dass die Besitzer nun nicht ständig mit der Wurfkette klimpern, sondern dass auch hier exakt gearbeitet wird. Daran allerdings scheitert es dann oft wieder.

Hoch in Mode kam dann ja eines Tages auch das "Anti-Jagd-Training". Ich muss sagen, dass ich das ziemlich überflüssig finde. Wer nicht will, dass sein Hund eines Tags zum Jagen anfängt, der sollte sich keinen Jagdhund zulegen!
Mit Schrecken denke ich noch an den letzten Welpenkurs den ich abgehalten habe - OHNE Ausnahme ausschließlich Jagdhunde im Kurs (Jack-Russell-Terrier, Magyar Vizla, Beagles, Cocker Spaniel, Weimaraner). Und die Aussage der Besitzer: "das einzige was wir wollen ist, dass unsere Hunde nie zum Jagen anfangen"! Na, was soll man da noch sagen.
Ich habe für mich die Konsequenzen gezogen und meinen Job als Hundetrainerin an den Nagel gehängt.

Und nun noch mein Tipp um Kleintiere vor den eigenen Hunden zu schützen: Hunde und Kleintiere strikt voneinander trennen. Meine Hunde haben im Stall nichts verloren. Gute Zäune - ohne Strom, dafür aber durchgehende Betonsockel welche einen Meter tief in die Erde eingelassen sind, Zaun 1,80 m hoch und natürlich immer geschlossene Türen! So klappt das bei uns schon ziemlich lange recht gut. Die Hunde sind übrigens auch nicht weggesperrt - der Zaun ist rund um unser Haus. Der Stall steht außerhalb dieser "Festung".

Liebe Grüße
Alrun


Biancaund Mia

Re: Raubtier Hund

Beitrag von Biancaund Mia »

Danke Alrun fuer diesen perfekten Artikel.

Wow, 10 Terrier? Respekt.

Ich frage mich warum du den Job an den Nagel gehangen hast.
Aber du wirst gute Gruende haben.

LG Bianca


ElliBesch
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Registriert: 17.03.2008, 10:35

Re: Raubtier Hund

Beitrag von ElliBesch »

Alrun hat geschrieben:...

Hoch in Mode kam dann ja eines Tages auch das "Anti-Jagd-Training". Ich muss sagen, dass ich das ziemlich überflüssig finde. Wer nicht will, dass sein Hund eines Tags zum Jagen anfängt, der sollte sich keinen Jagdhund zulegen!
So sehr ich den übrigen Beitrag von Dir gut finde, möchte ich diesen Satz von Dir doch etwas kritisch beurteilen.
Meiner Meinung nach liegt es im Blut aller Hunde (die Wolfsgene), dass Hunde im Allgemeinen sich bewegenden Sachen, Tieren oder auch Autos/Radfahrern etc...sehr gerne hinterherlaufen...Wenn!man sie lässt.

Wo fängt das Jagen an, wo hört es auf?
Ein Beispiel: Unsere junge Hündin(bald 11 Monate alt) ist absolut bewegungsfreudig und ihr"Hobby" war es, Rabenvögel aufzuscheuchen und wie "irre" hinterher zu flitzen. Hatte sie nun Spaß an der Bewegung oder ist sie als Harzer Fuchs/Appenzeller-Mix (wohl kaum Jagdhund von der Rasse her) Jagdtrieb-verdächtig?
Neulich rannte sie wie bekloppt einem Hasen hinterher.

Das Schöne daran ist, dass sie sich (wenn auch nicht exakt auf die Sekunde)abrufen lässt und voller Freude zurückgestürmt kommt.
Unsere Kira (Mix aus Australien Cattle-Dog/Schäferhund und wer weiß was sonst noch)ist eine ganz Ausgebuffte.
Sie stromert gerne alleine mal durch`s Gelände, lässt sich mittlerweile auch recht gut abrufen, aber jeder Hundebesitzer weiß: Von 100 Mal geht es 99mal gut....

Thema Strom: Da haben beide Hunde unfreiwillig selbst die Erfahrung an unseren neuen Ziegen- Stromzäunen gemacht. Jeder Hund einmal. Seitdem wissen sie: Niemals durch den Zaun alleine zu den Ziegen. Sie lieben beide unsere Ziegen und toben auch im Gelände mit und ohne Ziegen herum.(Unter Aufsicht ;-) )

Ja und noch was: Ich habe mir das Buch von Jan Fennell gekauft und bin begeistert! Das ist für uns zur Bibel geworden!!! #daumen_hoch*

Viele,liebe Grüsse
Elli&Co


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Not being vegan is a mistake. ^^
Chrysantheme
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Registriert: 22.03.2009, 20:09

Re: Raubtier Hund

Beitrag von Chrysantheme »

Hallo Alrun,
das ist wieder das Problem mit dem funktionieren. Kann ich verstehen wenn man da das Handtuch wirft, wenn sich gar keine Gedanken um die Bedürfnisse des Tieres, evtl. ja mal vor der Anschaffung gemacht werden.
Im TH hatte ich beschrieben, was für ein Hund zu uns passen würde.
Der Jagdtrieb wurde ja durch den anderen "Zwingerhund" später erweckt.
Wir halten jetzt keine Kleintiere mehr auf dem Hof, jedenfalls vorläufig, ist die Entscheidung.
Meine Tochter hat einen Zwerghamster für drinnen bekommen. ;-)
Ab Februar werden wir mal wieder die Hundeschule besuchen, irgendetwas bringt es immer und wenn es nur der Kontakt zu anderen Hunden ist. :-)

Das Buch von Jan Fennel ist bestellt! Es gibt aber mehrere!
Danke für die guten Tipps hier!

LG von Chrysantheme


Alrun
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Registriert: 03.08.2008, 10:42

Re: Raubtier Hund

Beitrag von Alrun »

@ Bianca: freut mich, dass Dir mein Posting gefallen hat.

Aufgehört mit dem Hundetraining habe ich einzig und alleine deshalb, weil ich bei meiner Arbeit merkte, dass ich auf Dauer keine Nerven für die Leute habe.

@Elli: ist schon klar, jeder Hund hat mehr oder weniger Jagdtrieb in sich. Aber es ist eine Tatsache, dass bestimmte Hunderassen für ganz bestimmte Dinge selektiert wurden.
Beispiel Labrador Retriever: absolute Arbeitshunde (ursprünglich!) mit einem sehr ausgeprägtem "will to please". Hunde, die auf die Kommandos ihres Herrchens warten, sehr gerne arbeiten und tolle Jagdhunde sind. Selbstverständlich kenne ich auch Labradors die hie und da einem Wild hinterher hetzen. Aber das sind doch eher die Ausnahmen. So zumindest meine Erfahrung. Und bei guter Erziehung sind die meisten Vertreter dieser Rasse doch recht passable, und meiner Meinung nach "einfach gestrickte" Familienhunde (bitte um Entschuldigung bei etwaigen Labrador-Besitzern, ich meine das nicht beleidigend!)

Andere Hunderassen, wie beispielsweise Terrier (die nehm ich gern als Beispiel weil ich die eben sehr gut kenne), sind für das eigenständige Jagen sehr gut geeignet. Ist auch klar, bei der Baujagd kann der Jäger nicht mit in den Bau um dort seine Anweisungen zu geben. Der Hund muss selbstständig arbeiten. Im täglichen Leben eines Terriers der als "nur-Familien-Hund" oder noch schlimmer als Schoßhündchen gehalten wird, wird das oft zum großen Problem. Und selbst für Profis sind Terrier nicht immer einfach zu handeln.

Ein verlässliches "Hier" wird wohl für jeden Hund eine absolute Notwendigkeit sein. Denke ich zumindest. Also ist für jeden Hund irgendwann einmal Schleppleinentraining angesagt. Der eine Hund braucht das nur kurz und nur sehr selten eine Auffrischung. Der andere Hund braucht das für längere Zeit und vor allem - immer wieder einmal eine Erinnerung.

So habe ich das in meiner Arbeit erlebt: Welpenfrüherziehung meist kein Problem. Die Leute wiegen sich in Sicherheit. Hund kommt in die Pubertät - wird selbstständiger, mutiger und entfernt sich. Leute rennen meist laut rufend dem Hund hinterher - Hund ist schneller und weiß auch noch das ja alles in Ordnung ist, weil Rudel (=Besitzer) rennt ja brav hinterher.
Nach dem ersten Jagderfolg gibt es dann meist gar kein Halten mehr. Also Training wieder von vorne beginnen, nur mit der Schwierigkeit, dass sich der Hund nun schon mit dem unerwünschten Verhalten (Jagen) selbst belohnt hat (und sei es nur das Nachhetzen!).

Meiner Meinung nach gehören ausgesprochene Jagdhunde nur in Jägerhände. Denn nur dort können die Hunde ein hundegerechtes Leben führen. Agility, Flyball, etc. - alles nur bedingt ein Ersatz für die ursprüngliche Verwendung von Arbeitshunden. Das ist mein Resümee als ehemalige Nichtjägerin und ehemalige Züchterin von Jagdhunden.
Und viele Jagdhundezüchter machen das auch so - da gibt es ausnahmslos nur dann einen Welpen, wenn sichergestellt ist, dass dieser auch jagdlich geführt wird.

Liebe Grüße
Alrun


Alrun
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Registriert: 03.08.2008, 10:42

Re: Raubtier Hund

Beitrag von Alrun »

@Chrysantheme,

bitte lass aber Deine Hunde nicht mit dem Hamster alleine. Denke da noch mit Schrecken daran zurück, als vor vielen, vielen Jahren einer meiner Terrier einmal den Hamster meiner Tochter durch die Gitterstäbe des Käfigs geholt hat....

lg
Alrun


Uzou

Re: Raubtier Hund

Beitrag von Uzou »

Hallo, hier ging ja munter was ab!
Ich mach jetzt mal was ganz Gewagtes: ich vergleiche Hundeerziehung mit Menschenerziehung! (au backe) Ich schildere erstmal die Situation, vor die ich fast immer wieder Tiere gestellt sehe, in einer menschlichen Situation:
Ein Schüler der ersten Klasse hat gerade seine Schultüte bekommen an seinem ersten Schultag! Nun soll er ohne seine Eltern mit seinem Lehrer und den anderen Schülern sein Klassenzimmer betreten, dabei schwalbt ihm der Lehrer gleich eine, damit er auch in Zukunft brav das Klassenzimmer betritt und weil er ja ein wenig lebhaft herumhopst dabei.......... denn vorher hat er ja ständig gespielt, und das soll er ja nicht mehr machen...Hab ich ein passendes Beispiel ausgesucht?
Anderes Beispiel: Der Lehrer sagt zu dem ABC Schützen in der ersten Stunde, dass er ein A an die Tafel schreiben soll, und da das der Schüler nicht tut, weil er noch linkisch unsicher ist, kriegt er eine geballert.... Deutlich was ich meine????
Jetzt komm ich zum Hund: Der muss also erstmal GEZEIGT BEKOMMEN, was er machen soll! Das also ist Hundeschule! Zeigen, was wir möchten! Wie, das kann man sich von wirklich guten Trainern (nicht den Dilettanten um die Ecke) zeigen lassen! Das was wir nicht möchten, dass übersehen wir ohne Reaktion....Man spricht, ich wiederhole mich, beim Hund als Fachbegriff vom "will to please" Diesen "will to please" muss ich aber erst erzeugen und den muss ich mir durch gute Erziehung beim Hund erst verdienen. Dazu gehört ein gerüttelt Maß an Führungspersönlichkeit,die man sich erarbeiten muss. (Naturtalente sind selten) Und das ,so dürft Ihr mir glauben, macht soviel Mühe, dass 95% aller Hundehalter das nicht leisten wollen. Da geht es ihnen ähnlich wie den meisten Eltern, denn echte Erziehung nennt man Erziehungsarbeit... was den meisten Eltern zu anstrengend ist mit bekannten Ergebnissen!
Ein Hund muss, das ist unumstritten ein Komando mindestens 30.000- 40.000 mal gehört haben und gezeigt bekommen also geübt haben, bevor es sicher sitzt! Die Geduld und Zeit muss man eben aufbringen und nicht zu vergessen, die Fähigkeit haben, den "will to please" hervorzurufen. Das allein ist schon etwas, wo ein großer Prozentsatz der Hundehalter scheitert.
Ich würde auch sofort als Trainer aufhören, wenn ich herausfinde, dass ich eine Alibi-Veranstaltung bin für Leute, die mit einem schlecht erzogenen Hund dann sagen: Ich war aber in der Hundeschule! Ich sehe es täglich an der Hundeschule, die meine Reithalle stundenweise gemietet hat ;-)
Ein Hund kann nur so gut arbeiten, wie sein Ausbilder ist... Führungqualität nicht Strom ist gefragt!
So, nun hab ich zu diesem Thema mein Herz erleichtert!
Grüße Marion


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