Hallo Ute,
Dorchen hat geschrieben:
das, was heute und die letzten hundert Jahre in Rußland als HSH "arbeitet", sind Landschläge, die hier kaum einer als Kaukase durchgehen lassen würde und die dort auch andere Namen haben.
Die Herdenschutzhunde sind ALLE Landschläge - nimm die Kraski Ovcars, die Sarpis und die sog. "Kaukasen". Und auch in Russland haben die "Kaukasen" sehr sehr unterschiedliche Aussehen. Ich war überrascht, wie vielfältig sie sind. Und sehe es mit Sorge, dass die hier nun in "Rassen" nach unseren Vorstellungen getrennt werden sollen.
Die Militärhunde sind nochmal was anderes. Es hat immer auch - und gibt sie noch - aber auch Hunde gegeben, die an den Herden arbeiten. Egal, wie man sie nun nennt. Die "scharfen" waren die mit - ich meine Bernhardinern - verkreuzten Diensthunde. Und da haben wir hier in D eine ähnliche Entwicklungen zu beobachten: Bei den Schäferhunden, Malinois und Rottweilern. Würde ich jetzt aber nicht unbedingt der Rasse anlasten ;-)
Einen deutschen Kaukasen mit 80 cm Schulterhöhe und mehr und 80kg wollte ich übrigens nie und nimmer haben. Das ist kein Hund (mehr), sondern eine Krankheit.
Und "Mischlinge" gibt es an den Herden per defitionem nicht, da ausschließlich nach Leistung selektiert wurde und wird. Das bedingt - zusammenen mit den Umweltbedingungen - mit der Zeit ein relativ einheitliches Exterieur ("die Form folgt immer der Funktion"), eine Rasse nach unseren Maßstäben war und ist aber nie Ziel.
Hunde, die die Transhumans begleiteten, mußten menschen- und hundefreundlicher sein als ein Berghund aus Georgien, der außer seiner Herde und seinem Hirten nichts zu dulden braucht.
Das würde ich persönlich unter Prägung und Erziehung subsummieren.
Aber jetzt haben wir hier irgendwie einen Hundethread *oops*