Nachbeweidung durch Rinder
-
Stony Hill
- Beiträge: 264
- Registriert: 26.03.2011, 19:22
Wie kommst Du darauf, dass wir nichts investiert haben? Wir haben mehr Kohle in die Rinder gesteckt, als diese jemals wieder einspielen könnten. (locker mal 19.000,-!)
Klar haben wir Fangstand, Raufen -eine Rundraufe und eine große Vierecksraufe , Panels etc..... Trotzdem wird mit dem Heu rumgesaut. Wäre es eigenes oder günstig erworbenes wäre das ja nicht so arg. Nachdem aber die Preise für Heu derart gestiegen sind, schmerzt es doch sehr. Wir haben Hochlandrinder, die schaufeln das Heu mit den Hörnern täglich aus der Raufe- wir haben deshalb schon Nackenrohre zusätzlich installiert- Hilft leider nur wenig.
Ok. bei hornlosen Rassen würde sich dieser Verlust sicher deutlich Verringern lassen.... Wir haben uns aber ganz bewusst für eine möglichst wetterfeste Robustrasse entschiedern. Zuvor hatte ich Zwergzebus- die haben sich aber als nicht Spessart-wettertauglich erwiesen und waren auch nicht gut zu handeln.
Die Investitionen und die Mehrarbeit lohnen meiner Ansicht bei zwei drei Kühen "nur zum Spaß" nicht wirklich. Ich wollte ja auch nur darauf hinweisen, dass es da mehr zu bedenken gibt als nur, ob eine Nachbeweidung sinnvoll ist.
Bei meinen Ziegen sind die Investitionen und der Aufwand im Verhältnis zum Ertrag um ein vielfaches geringer und haben sich im zweiten Jahr bereits amortisiert.
LG Andrea
Klar haben wir Fangstand, Raufen -eine Rundraufe und eine große Vierecksraufe , Panels etc..... Trotzdem wird mit dem Heu rumgesaut. Wäre es eigenes oder günstig erworbenes wäre das ja nicht so arg. Nachdem aber die Preise für Heu derart gestiegen sind, schmerzt es doch sehr. Wir haben Hochlandrinder, die schaufeln das Heu mit den Hörnern täglich aus der Raufe- wir haben deshalb schon Nackenrohre zusätzlich installiert- Hilft leider nur wenig.
Ok. bei hornlosen Rassen würde sich dieser Verlust sicher deutlich Verringern lassen.... Wir haben uns aber ganz bewusst für eine möglichst wetterfeste Robustrasse entschiedern. Zuvor hatte ich Zwergzebus- die haben sich aber als nicht Spessart-wettertauglich erwiesen und waren auch nicht gut zu handeln.
Die Investitionen und die Mehrarbeit lohnen meiner Ansicht bei zwei drei Kühen "nur zum Spaß" nicht wirklich. Ich wollte ja auch nur darauf hinweisen, dass es da mehr zu bedenken gibt als nur, ob eine Nachbeweidung sinnvoll ist.
Bei meinen Ziegen sind die Investitionen und der Aufwand im Verhältnis zum Ertrag um ein vielfaches geringer und haben sich im zweiten Jahr bereits amortisiert.
LG Andrea
-
Cirkle-B-Ranch
hallo andrea,
wir haben auch highlands und kaufen futter - nur unsere rechnen sich ...
wir verkaufen keine tiere, sondern nur das fleisch, an endverbraucher !
du solltest dich also mal umhören, wer an fleisch intresse hätte - oder ...
schau mal im highlandforum, dort findest du genügend tips für direktvermarktung.
gruß CBR
wir haben auch highlands und kaufen futter - nur unsere rechnen sich ...
wir verkaufen keine tiere, sondern nur das fleisch, an endverbraucher !
du solltest dich also mal umhören, wer an fleisch intresse hätte - oder ...
schau mal im highlandforum, dort findest du genügend tips für direktvermarktung.
gruß CBR
-
Stony Hill
- Beiträge: 264
- Registriert: 26.03.2011, 19:22
Hi!
Bei uns rechnen sich die Highlander nicht, weil wir ja extrem magere Standorte haben und daher gerade mal zwei Kälber im Jahr. Das reicht zur Selbstversorgung, aber nicht um noch zu vermarkten.
Wir sind bereits Mitglied in der hiesigen, relativ junggegründeten Vermarktungsinitiative (nach Vorbild der Rhön), aber wirklich was bewegt haben die noch nicht. Auch die direkt befragten Metzger und Gastwirte wollen lieber Fleischrinder und das für möglichst wenig Geld. Bliebe nur der Weg der Eigenwerbung mit Verkauf von Fleischpaketen direkt vom Schlachthof. - auch wieder ein nicht zu unterschätzender Aufwand.
Wir schlachten diesen Herbst erstmals eine Kuh- für dieses Fleisch (Rindswurst und Hack) werben wir bereits jetzt - aber nicht im Spessart, sondern im Rhein-Main-Gebiet, weil hier höre Preise zu erzielen sind.
Die Ziegen dagegen vermarkten sich von alleine- ich habe jeden Herbst mehr Anfragen, als ich bedienen kann und das zu ausgesprochen guten Preisen.
LG Andrea
Bei uns rechnen sich die Highlander nicht, weil wir ja extrem magere Standorte haben und daher gerade mal zwei Kälber im Jahr. Das reicht zur Selbstversorgung, aber nicht um noch zu vermarkten.
Wir sind bereits Mitglied in der hiesigen, relativ junggegründeten Vermarktungsinitiative (nach Vorbild der Rhön), aber wirklich was bewegt haben die noch nicht. Auch die direkt befragten Metzger und Gastwirte wollen lieber Fleischrinder und das für möglichst wenig Geld. Bliebe nur der Weg der Eigenwerbung mit Verkauf von Fleischpaketen direkt vom Schlachthof. - auch wieder ein nicht zu unterschätzender Aufwand.
Wir schlachten diesen Herbst erstmals eine Kuh- für dieses Fleisch (Rindswurst und Hack) werben wir bereits jetzt - aber nicht im Spessart, sondern im Rhein-Main-Gebiet, weil hier höre Preise zu erzielen sind.
Die Ziegen dagegen vermarkten sich von alleine- ich habe jeden Herbst mehr Anfragen, als ich bedienen kann und das zu ausgesprochen guten Preisen.
LG Andrea
-
Cirkle-B-Ranch
hi,
dass du kein geld verdienst wenn du an metzger, oder kneipen verkaufst - ist vollkommen klar ...
such dir selber kunden - geht am besten, wenn du n hoffest machst und dort highlandwurst verkaufst,
so und über verwantschaft bekommst du gut kunden - wir liegen im schnitt, bei fast 20,00 euro pro kg ...
wenn du ne kuh schlachtest - ist herbst der falsche zeitpunkt - es sei denn, du machst nur salami ...
alte kühe gehen bei uns in die bratwurst, krakauer, rauchenden, salami und mett (für burger) -
bei uns ist allles verkauft, bevor wir schlachten ... :-D !
dass du kein geld verdienst wenn du an metzger, oder kneipen verkaufst - ist vollkommen klar ...
such dir selber kunden - geht am besten, wenn du n hoffest machst und dort highlandwurst verkaufst,
so und über verwantschaft bekommst du gut kunden - wir liegen im schnitt, bei fast 20,00 euro pro kg ...
wenn du ne kuh schlachtest - ist herbst der falsche zeitpunkt - es sei denn, du machst nur salami ...
alte kühe gehen bei uns in die bratwurst, krakauer, rauchenden, salami und mett (für burger) -
bei uns ist allles verkauft, bevor wir schlachten ... :-D !
[quote='Cirkle-B-Ranch','index.php?page=Thread&postID=167484#post167484']
such dir selber kunden - geht am besten, wenn du n hoffest machst und dort highlandwurst verkaufst,[/quote]
Andrea wird sicherlich noch selbst antworten. Ihre Rinderhaltung ist Nebenerwerb, der Hauptbetrieb ist Landschaftsbau (richtig, Andrea?) und kostet bereits sehr viel Zeit. Da ist Direktvermarktung nicht einfach so umzusetzen.
such dir selber kunden - geht am besten, wenn du n hoffest machst und dort highlandwurst verkaufst,[/quote]
Andrea wird sicherlich noch selbst antworten. Ihre Rinderhaltung ist Nebenerwerb, der Hauptbetrieb ist Landschaftsbau (richtig, Andrea?) und kostet bereits sehr viel Zeit. Da ist Direktvermarktung nicht einfach so umzusetzen.
Sabine M.H.
http://www.working-goats.de Pack- und Fahrziegen
http://www.working-goats.de Pack- und Fahrziegen
-
Cirkle-B-Ranch
Ihr diskutiert allerdings auch auf einem ganz anderem Niveau, als ich es je vor habe ;)
Ich habe noch die Vorstellung der "Haushaltskuh". Als Kalb gekauft und ständigen Umgang mit Menschen inkl. Melken gewöhnt.
Das ganze nun mal zwei (wer hält denn noch eine Kuh alleine ?( ) sollte immernoch nicht sonderbarer, teurer oder umständlicher sein als
z.B zwei Pferde zu halten.
Die angesprochene Nachbeweidung wuerde mir halt erstens ein vorhandenes "Problem" abnehmen und zweitens einen Teil der Rinderweideflächen ersetzen können.
Bei geschickter Beweidung und kalkulierung der Grösse der Ziegenherde vs. Anzahl der Kuehe, habe ich auch nicht mehr Zaunarbeit als sonst.
Im uebrigen soll es sich um eine alte Landrasse handeln (ich habe natuerlich seit 5 Jahren meinen festen Favoriten- die oder keine!), milchbetontes Zweinutzungsrind. Alleine schon eine Erhaltungszucht ist also anzustreben ;-)
Aber wie gesagt, das sind alles noch Zukunftsvisionen!
Ob ich aber fuer zwei selbst aufgezogene (kleine) Milchkuehe eine komplette Fanganlage brauche, wage ich zu bezweifeln. Es sollte ausreichen, zur Not jemanden mit einer zu kennen.
Eine stabile Stalleinrichtung, einen befestigten Winter-Auslauf (ich kann keine Tiere in Matsche sehen), einen grossen und vernuenftigen Offenstall und ein Klauenstand sollte m.M nach zunächst genuegen, wenn man wie gesagt eine Notlösung in der Nähe parat hat.... hoffe ich ;-)
Habt ihr eigentlich Tipps bezueglich Literatuer ueber eine -kleine- Rinderhaltung?
Ich habe noch die Vorstellung der "Haushaltskuh". Als Kalb gekauft und ständigen Umgang mit Menschen inkl. Melken gewöhnt.
Das ganze nun mal zwei (wer hält denn noch eine Kuh alleine ?( ) sollte immernoch nicht sonderbarer, teurer oder umständlicher sein als
z.B zwei Pferde zu halten.
Die angesprochene Nachbeweidung wuerde mir halt erstens ein vorhandenes "Problem" abnehmen und zweitens einen Teil der Rinderweideflächen ersetzen können.
Bei geschickter Beweidung und kalkulierung der Grösse der Ziegenherde vs. Anzahl der Kuehe, habe ich auch nicht mehr Zaunarbeit als sonst.
Im uebrigen soll es sich um eine alte Landrasse handeln (ich habe natuerlich seit 5 Jahren meinen festen Favoriten- die oder keine!), milchbetontes Zweinutzungsrind. Alleine schon eine Erhaltungszucht ist also anzustreben ;-)
Aber wie gesagt, das sind alles noch Zukunftsvisionen!
Ob ich aber fuer zwei selbst aufgezogene (kleine) Milchkuehe eine komplette Fanganlage brauche, wage ich zu bezweifeln. Es sollte ausreichen, zur Not jemanden mit einer zu kennen.
Eine stabile Stalleinrichtung, einen befestigten Winter-Auslauf (ich kann keine Tiere in Matsche sehen), einen grossen und vernuenftigen Offenstall und ein Klauenstand sollte m.M nach zunächst genuegen, wenn man wie gesagt eine Notlösung in der Nähe parat hat.... hoffe ich ;-)
Habt ihr eigentlich Tipps bezueglich Literatuer ueber eine -kleine- Rinderhaltung?
Viele Gruesse,
Claudia
Claudia
Hallo,
aus meiner leidvollen Erfahrung mit Kühen kann ich Dir wirklich nur raten, Kälber zu kaufen und mit diesen TÄGLICH zu arbeiten. Einfangen, anbinden zum füttern, putzen, etc. Wobei Kälber dann eben auch noch Eimeraufzucht bedeuten kann (abhängig vom Alter). Was aber auch die Bindung stark erhöht.
Ich hatte vor ein paar Jahren auch gedacht, 1/2jährige Kühe bekommst Du noch problemlos zahm, geht ja bei Pferden auch (sie sollten Arbeitsrinder werden). Pustekuchen, die waren in einer Mutterkuhherde mit minimalstem Menschenkontakt aufgewachsen und auf der Weide ging da nichts. Hätte ich sie zum Winter hin geholt, mit Stallhaltung, hätte es klappen können.
Rinder sind keine Pferde, denken anders. Ansonsten kann man sie durchaus so zahm bekommen, dass das ganze Handling ohne Fangstand, etc. machbar ist.
aus meiner leidvollen Erfahrung mit Kühen kann ich Dir wirklich nur raten, Kälber zu kaufen und mit diesen TÄGLICH zu arbeiten. Einfangen, anbinden zum füttern, putzen, etc. Wobei Kälber dann eben auch noch Eimeraufzucht bedeuten kann (abhängig vom Alter). Was aber auch die Bindung stark erhöht.
Ich hatte vor ein paar Jahren auch gedacht, 1/2jährige Kühe bekommst Du noch problemlos zahm, geht ja bei Pferden auch (sie sollten Arbeitsrinder werden). Pustekuchen, die waren in einer Mutterkuhherde mit minimalstem Menschenkontakt aufgewachsen und auf der Weide ging da nichts. Hätte ich sie zum Winter hin geholt, mit Stallhaltung, hätte es klappen können.
Rinder sind keine Pferde, denken anders. Ansonsten kann man sie durchaus so zahm bekommen, dass das ganze Handling ohne Fangstand, etc. machbar ist.
Sabine M.H.
http://www.working-goats.de Pack- und Fahrziegen
http://www.working-goats.de Pack- und Fahrziegen
-
Cirkle-B-Ranch
hallo ac,
für 2 rinder / kühe einen klauenstand - halte ich für überzogen, es sei denn - du beherscht die klauenpflege.
deine rinder können noch so zahm sein, wenn die mal n schlechten tag haben, oder behandelt werden müssen,
sind zumindest ein paar panels sehr hilfreich (provisorischer behandlungsstand), wenn du irgendwann mal kälber
haben möchtest - beim ohrmarkeneinziehen taugen sie ebenfalls als schutz.
beim zaun stellen ziegen wesentlich höhere ansprüche an den zaun, als kühe ....
gruß CBR
für 2 rinder / kühe einen klauenstand - halte ich für überzogen, es sei denn - du beherscht die klauenpflege.
deine rinder können noch so zahm sein, wenn die mal n schlechten tag haben, oder behandelt werden müssen,
sind zumindest ein paar panels sehr hilfreich (provisorischer behandlungsstand), wenn du irgendwann mal kälber
haben möchtest - beim ohrmarkeneinziehen taugen sie ebenfalls als schutz.
beim zaun stellen ziegen wesentlich höhere ansprüche an den zaun, als kühe ....
gruß CBR
