auslastende Beweidung einer Wiese

Bunnypark
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Beitrag von Bunnypark »

dem möchte ich mich gerne entgegenstellen :-D

auszug aus einem artikel:

3.3.2. Ist eine Immunität gegen
Magen-Darmparasiten möglich?
Erfolgt eine Wurminvasion mit Magen-Darm-
Wurmlarven, so löst dies beim kleinen Wiederkäuer
eine gewisse Immunreaktion aus, die individuell
sehr verschieden ausgeprägt ist und zu einem
vorzeitigem Abgang, verlängerten Entwicklungszyklen
und geringerer Eiausscheidung führt.. Bei
Schaf– und Ziegenlämmern unter sechs Monaten
wurde jedoch z.B. bei Hämonchusbefall keine Immunität
festgestellt. Eine kurzzeitige sogenannte
Prämunität entwickelt sich bei geringem Befall
nur bei älteren Lämmern und ist erst nach ein bis
zwei Jahren voll entwickelt. Bei älteren Tieren, die
zum ersten Mal Kontakt mit dem Parasiten haben,
dauert die Ausbildung einer Immunität ca. 7 Wochen.
Diese Immunität kann sich jedoch nur bei
ausreichender Vitamin- und Spurenelementversorgung
und leistungsgerechter Nährstoffzufuhr
sowie ausreichender Vermeidung von Stressfaktoren
entwickeln.

gesamter artikel: http://www.alpinetgheep.com/broschueren-und-infomaterial.html?file=files/3_Oesterreich/Benutzer/downloads/Broschueren/Teil%203%20Parasiten%20bei%20Schaf%20und%20Ziege.pdf

klar zählen hier auch noch effektives weidemanagement und viele andere punkte dazu (vermeidung der aufnahme!)


Herrchen unser, der du bist am Hofe; geheiligt werde deine weide; das astwerk komme, unser Wille geschehe, wie im stall so auch auf der Weide; Uns're täglichen Kräuter gib uns heute; Und vergib uns unsere Schuld, wenn wir hopsen auf nachbars Weide; führ uns also nicht in Versuchung, sondern Erlöse uns von dem Astwerkmangel....so is'es .Bild
Meli
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Beitrag von Meli »

[quote='Piroschka','index.php?page=Thread&postID=183778#post183778']Es ist bedauerlich, daß häufig zentrale Begriffe aus der Medizin in Beiträge einfließen (hier: "Immunsystem"), wobei deutlich wird, daß die Verfasser gar nicht wissen, worum es sich handelt. Das kann bei anderen Teilnehmern zu gefährlichen Fehlannahmen führen.[/quote]@ Rotkäppchen: Genau richtig! Wir sind hier in einem Forum in dem sich Laien aus Freude an der Ziegenhaltung treffen. Ein wichtiger Aspekt ist der Erfahrungsaustausch. Das die Mehrheit kein Fachwissen weitergeben kann, ist jedem klar, denn wie viele von uns haben Medizin studiert? Ich finde es toll das sich die Ziegenhalter hier in Rahmen ihrer Möglichkeiten Austauschen und das ist nicht bedauerlich sondern unterstützungswert.

@ Bunny und Rotkäppchen: danke für den Artikel und den Link! Gerne mehr davon.
Zuletzt geändert von Meli am 24.08.2014, 21:40, insgesamt 1-mal geändert.


Bunnypark
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Beitrag von Bunnypark »

[quote='Piroschka','index.php?page=Thread&postID=183784#post183784']Du darst ja glauben, was Du willst.
[/quote]

ich bin ja nicht besonders gläubig :-D

ich habe weder studiert (ok- habe kurz studiert wie ich jetzt schreiben soll #freunde# ) noch bin ich profi in parasitologie - nur habe ich mich diesbezüglich oft genug mit profis unterhalten

ich kann auch nur schreiben, was ich verstehe..... und dass ein (absolut komplexes) immunsystem verantwortlich für diverse immunitäten ist, auch in beszug auf endoparasiten, geht gerade noch in mein köpfchen :thumbsup:

ein intaktes immunsystem ist also durchaus in der lage, mit einigen endoparasiten fertig zu werden....es sei denn, das immunsystem ist "unpässlich" :-D
beim ablammen also hat das system anderes zu tun, als sich mit endoparasiten herumzuschlagen - folglich sind diese tiere anfälliger als andere - das gleiche bei krankheiten (obwohl man die sache hier durchaus auch umdrehen kann)
da fallen stichwörter wie t-zellen, proteine und so weiter, die in der lage sind dem "angreifer", also parasiten, das leben im wirt so schwer wie möglich machen, teilweise töten oder zur abwanderung zwingen.
auch das stichwort "wettrüsten" fällt in dieser angelegenheit - sowohl der wirt, als auch der parasit sind bemüht dazuzulernen :-D - bei einem intaktem immunsystem und mäßigem/geringem befall ist der wirt hier im vorteil.

wems interessiert:
1.5...immunologie bei parasitosenhttp://books.google.at/books?id=AQ8nxXZq6DMC&pg=PT25&lpg=PT25&dq=parasitologie+immunsystem&source=bl&ots=SVW7MLN-xm&sig=q-Pwcm3Oec3DsNJkEuoWyPoVQew&hl=de&sa=X&ei=Biv6U-SED8fU0QWp54C4CQ&ved=0CEkQ6AEwBw#v=onepage&q=parasitologie%20immunsystem&f=false
http://vetstudy.johanneslink.de/pafiledb3/uploads/LernSkript_Para_Nemathelminthes.pdf


Herrchen unser, der du bist am Hofe; geheiligt werde deine weide; das astwerk komme, unser Wille geschehe, wie im stall so auch auf der Weide; Uns're täglichen Kräuter gib uns heute; Und vergib uns unsere Schuld, wenn wir hopsen auf nachbars Weide; führ uns also nicht in Versuchung, sondern Erlöse uns von dem Astwerkmangel....so is'es .Bild
Meli
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Beitrag von Meli »

[quote='Bunnypark','index.php?page=Thread&postID=183862#post183862']wems interessiert:
1.5...immunologie bei parasitosenhttp://books.google.at/books?id=AQ8nxXZq?nsystem&f=false
http://vetstudy.johanneslink.de/pafiled ... inthes.pdf[/quote]Bunny, jetzt hast du meine Neugierde geweckt! Immuneffekte gegen Parasiten sind ja hoch interessant.
Je nach Parasitenart entwickelt der Wirt Abwehrreaktionen die die Entwicklung, Vermehrung und Lebensdauer der Parasiten beeinträchtigt oder sie abtötet.

Die Einzeller werden durch humorale Antikörper eliminiert.
Über die zellulare Immunreaktion werden die interzellulare Parasiten eliminiert in dem die Wirtszelle abgetötet wird.
Gewebshelminthen (Würmer im Gewebe) werden vorwiegend durch antikörperabhängige, cytotoxische Reaktionen abgetötet. Noch lebende Würmer im Verdauungstrakt können, durch eine sogenannte Selbsreinigungsreaktion, schubweise abgestoßen werden - über 2-4 Tage. Die Würmer kann man dann im Kot sehen. Diese Reaktion kann je nach Parasit-Wirt-System sehr unterschiedlich sein. Von epidemiologischer Bedeutung ist, das bei Schafen in der letzten Trächtigkeitsphase und während der Laktation die Fähigkeit zur Selbstreinigung beeinträchtigt ist. Leider sind die Mechanismen der Selbstreinigungsreaktionen weitestgehend unbekannt.
Interessant ist auch das Phänomen das sich Nematoden in einem "immunen" Wirt etablieren können aber kleiner bleiben und weniger Eier produzieren als Würmer in "naiven" Wirten.


Von wegen ein Organismus kann sich nicht gegen Parasiten wehren...


Frida
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Beitrag von Frida »

[quote='Piroschka','index.php?page=Thread&postID=185286#post185286']Natürlich ist das zunächst einmal positiv - wenn nicht viele unkritisch alles übernehmen würden.

Deshalb sind diese "Erkenntnisse" auch immer mit großer Vorsicht zu betrachten.[/quote]Erfahrungsaustausch muß doch nicht heißen dass man alles unkritisch übernehmen muß. Der gesunde Menschenverstand, und die eigene Erfahrung fließen beim Handeln doch immer mit ein.
Ich handle in allen Lebensbereichen so, und ich denke dass die meisten das so machen.
Oder liege ich da falsch?

Gruß Dieter


Meli
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Beitrag von Meli »

[quote='Frida','index.php?page=Thread&postID=185287#post185287']Oder liege ich da falsch?
[/quote]So sehe ich das auch :-)


Bunnypark
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Beitrag von Bunnypark »

[quote='Piroschka','index.php?page=Thread&postID=185286#post185286']
Das Immunsystem wird tätig, um Verletzungen der Darmschleimhäute, die von Würmern verletzt werden, zu reparieren. Ebenso, um Wurmtoxine auszuscheiden. Es greift aber nicht die Würmer selber an. Eher sorgt die Wurmpopulation selbst dafür, daß die Wurmbürde nicht zu stark wird, reduziert die Vermehrung oder läßt ganze Wurmknäuel abgehen.
[/quote]

hallo piri :-D

eine ampel zeigt grün - nicht hellgrün, nicht lilablassgrün, nicht bläulichgrün...ein schlichtes kräftiges grün.....für uns, ein studierter farbenspezialist erkennt hier eine ganze palette die zwar für ihn wichtig ist - aber nicht für uns als laien...ergebnis ist das gleiche #freunde#

nun ist es so, dass der körper (das immunsystem - ist ja ein komplexes system und in diesem falle killerzellen vermutlich nicht beteiligt) unter optimalen voraussetzungen in der lage ist einen chemischen coktail zu entwickeln, der es dem gewürm schwer macht sich zu halten bzw. zu vermehren (biologische aufrüstung bei beiden seiten)...ist übrigens einer der gründe warum einige endoparasiten von einem tier (etwa pferd) nicht auf ein anderes (etwa ziege) übertragbar sind
um dies zu verstärken nimmt das tier diverse hilfreiche bepflanzung mit auf
so die schilderung eines laien, der sich in dieser angelegenheit mehrmals mit diversen fachkräften kurzgeschlossen hat

ein mikrobiologe würde anhand der einfachen erklärung vermutlich eher übel - aber zum schluss, nach 200 seiten fachgesimpel, auf das gleiche ergebnis kommen :thumbsup:
Zuletzt geändert von Bunnypark am 01.10.2014, 10:01, insgesamt 1-mal geändert.


Herrchen unser, der du bist am Hofe; geheiligt werde deine weide; das astwerk komme, unser Wille geschehe, wie im stall so auch auf der Weide; Uns're täglichen Kräuter gib uns heute; Und vergib uns unsere Schuld, wenn wir hopsen auf nachbars Weide; führ uns also nicht in Versuchung, sondern Erlöse uns von dem Astwerkmangel....so is'es .Bild
Muckla
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Beitrag von Muckla »

Mich würde ja mal brennend interessieren wie das mit der Verwurmung zu Zeiten gelöst wurde als es noch keine Chemie gab, wie wildlebende Tiere überleben und ob ich mich in Zukunft auch regelmäßig entwurmen muss, wenn ich engen Kontakt zu meinen Ziegen habe oder weiterhin Löwenzahn aus dem Garten esse...?


Haarriss
Beiträge: 2508
Registriert: 22.05.2013, 11:32

Beitrag von Haarriss »

Wildtiere leben ja nicht auf begrenzter Fläche, wenn ein Tier zu schwach ist stirbt es eben einfach...früher wurden die Tiere denke ich entweder ziemlich früh geschlachtet oder dann geschlachtet wenns ihnen nicht mehr gut ging, außerdem wurden zB Ziegen ja häufiger allein im Stall angebunden gehalten, da is ja auch die Gefahr der Verwirrung geringer...so meine Theorie


Viele Grüße
Haarriss
Bunnypark
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Beitrag von Bunnypark »

[quote='Piroschka','index.php?page=Thread&postID=185346#post185346']
Abgründe tun sich auch beim Weiterlesen Deines Beitrags auf.
[/quote]

:-D na, dann hoff ich mal dass du da nicht reinplumst...i kon di do nit wieda rauszieh'nBild

und wennst doch abgerutscht bist hätt ich was zum lesen für dich http://books.google.at/books?id=FFL2oLtgFIgC&pg=PA53&lpg=PA53&dq=parasitologie+evolution&source=bl&ots=0p1YR-tlSu&sig=9I5y1t3CbBe_W1SbxOTqwFnoB68&hl=de&sa=X&ei=YSosVLjjCObqyQP8yYG4BA&ved=0CFgQ6AEwCw#v=onepage&q=parasitologie%20evolution&f=false

auf seite 60 steht was von schadabwehr des wirten mittels resistenz/immunität gegen den parasiten

vieleicht kannst du es erklären? etwas entwirren #freunde# oder weniger absurd schreiben :thumbsup:

PS... habs deshalb geändert, da mir der vergleich der endoparasiten zwischen pferdchen und ziege nachträglich eingefallen ist #engel# ..... sollte aber bestimmt nicht DAS problem sein, oder?


Herrchen unser, der du bist am Hofe; geheiligt werde deine weide; das astwerk komme, unser Wille geschehe, wie im stall so auch auf der Weide; Uns're täglichen Kräuter gib uns heute; Und vergib uns unsere Schuld, wenn wir hopsen auf nachbars Weide; führ uns also nicht in Versuchung, sondern Erlöse uns von dem Astwerkmangel....so is'es .Bild
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