Fridolin - Servus

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Fridolin
Beiträge: 1662
Registriert: 26.02.2006, 22:26

Fridolin - Servus

Beitrag von Fridolin »

Wie Himmelhos sind auch wir aus Ösiland und müssen mangels eines entsprechenden Ziegenforums hierzulande, nach Deutschland ausweichen.

Als wir vor 3 Jahren beim Rattenberger Landjugendfest unseren "Fridolin" gewannen, dachten wir noch, wir würden einem Zwergböcklein ein neues Zuhause geben. Ein altes Stallgebäude nebst einem 4000 m² großen Grundstück war vorhanden, also stand unserem neuen Hobby nichts mehr im Wege. Allerdings nervte uns Fridolin eine ganze Woche lang mit ausdauerndem Gemeckere, bis wir ihm die Zwergziege Linda brachten. Von Stund an kümmerte sich unser pubertierender Freund nur mehr um seine Herzensdame und wenn jemand meckerte, dann war es SIE.

Schon bald stellte sich heraus, dass Fridolin kein Zwergbock - sondern derer von einem Steirerschecken war, eine Spielart zwischen einer Pinzgauerziege und einem Taunernschecken.

Unser frühreifer Fridolin wurde im zarten Alter von 1 Jahr bereits Vater, und weil wir an der Ziegenmilch Gefallen fanden, wurde ihm eine weitere Gefährtin, Cilli, ein Tauernscheckenmädchen, zugekauft.

Unser Zuchterfolg ist zwar groß, aber wenig ertragreich, weil wir ständig bemüht sind, für unseren Nachwuchs geeignete gute Platzerln zu finden - was bedeutet "Nicht für den alsbaldigen Verzehr bestimmt" bzw. sie selbst behalten. Daher vergnügen sich inzwischen neben einigen Damen zwei kastrierte Böcke im Gehege und neben unserem Stammvater noch ein wunderhübscher Jungbock, die über eigene Ställe mit anschließendem Gehege verfügen bzw. in der Herde ein Deckungsschürzerl tragen.

Hier zeigt es sich, dass die heimischen Rassen weniger nervig sind, weil sie nur im Herbst bis in den Jänner hinein bocken und nicht über das ganze Jahr, wie das die Zwergziegen tun.

In den letzten beiden Wochen haben wir sechsfachen Nachwuchs bekommen, wobei wir ein Mädchen - wahrscheinlich war es Lämmerlähmung - noch in der gleichen Nacht verloren haben. Das ist auch der Grund, warum wir uns hier eingeloggt haben, um möglicherweise von ähnlichen Erfahrungen von Ziegenhaltern zu erfahren.


Sven
Beiträge: 8291
Registriert: 06.03.2001, 00:00

Beitrag von Sven »

Hallo Fridolin,

das nenne ich mal eine vorbildhafte Vorstellung :-)

Herzlich willkommen hier und viele Grüße,

Sven


Buren-IZ
Beiträge: 3480
Registriert: 30.12.2005, 19:23

Beitrag von Buren-IZ »

Hallo Fridolin,
guter Tip ein mänliches Wesen ruhig zu stellen :wink:
Ich wünsche dir viel Spass auf diesen Seiten,und auf deine Fragen
viele hilfreiche Antworten.
Lämmerlähme: habt ihr den Nabel gleich nach der Geburt bei dem
Lamm mit Jod desinfiziert *?*
Könnte eine Ursache dafür sein.


Viele Grüsse Nicole


Buren von der Schulenburg___Moin moin
Fridolin
Beiträge: 1662
Registriert: 26.02.2006, 22:26

Beitrag von Fridolin »

Ja, wir haben wie bei jeder Geburt zuvor Betaisodona verwendet. Alles schien normal abzulaufen. Das Lämmchen begann bereits aufzustehen, stand auch schon, als es plötzlich die Füßchen nach hinten einkrümmte und nicht mehr aufstehen konnte. Auch nahm es kein Kolostrum an, welches wir ihm einflößen wollten. Wir mussten zusehen, wie es wimmernd nach einigen Stunden verstarb.


Günter
Beiträge: 783
Registriert: 27.03.2003, 23:09

Beitrag von Günter »

wunderschön zu lesen, Deine Vorstellung, Fridolin.
Hoffe Du bleibst hier.

Grüße Günter


Folge denen, die die Wahrheit suchen.
zweifle an denen, die sie gefunden haben.
Eifelhexe
Beiträge: 2059
Registriert: 26.05.2002, 00:00

Beitrag von Eifelhexe »

Hallo Fridolin
ganz herzliches Willkommen hier auch von der Hexe :-)
Das mit dem Lamm: wenn wierklich kein trieb besteht zu saufen und das lamm zu schwach ist zu stehen, dann denke ich liegt ein Mangel vor.
Wir hatten im letzten Jahr auch das Problem das die Lämmer zwar völlig ok waren vom Gewicht und von der Ausbildung, aber!!!! Der Sauftrieb fehlte.
Es war ein Mangel an Kupfer und Selen!!
Vielleicht mal daran denken!


Alles Liebe aus der Eifel,
Uli
PS: Die Natur ist der Balsam gegen die Leiden, die alle jene verursachen, die die Natur misshandeln.
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