Akkupflege beim Batteriegerät
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Hitzewelle
- Beiträge: 744
- Registriert: 11.04.2005, 09:59
Akkupflege beim Batteriegerät
Ich trau mich zwar schon behaupten, dass ich kein Neuling in Sachen Elektrozaun bin, aber mit Batteriegeräten hab ich bis jetzt überhaupt keine Erfahrung.
Allerdings hab ich mir jetzt doch mal ein kleines und auch recht günstiges Akkugerät gekauft, um auch Flächen, die ich durch das Netzgerät nicht erreichen kann, mit Strom zu versorgen.
Gleichzeitig hab ich mir auch noch einen speziellen Weidezaunakku gekauft, da mir gesagt wurde, dass normale Autobatterien nicht für die ständige Abgabe von Strom geeignet sind.
Mein Gerät verfügt aber leider über keinen Tiefentladungsschutz, ich will aber meinen Akku auch nicht zerstören. Es heißt also in der Beschreibung, dass die Spannung mit einem möglichst genauen Messgerät überprüft werden soll.
Die Ideal-Spannung für 12 Volt Akkus liegt, laut Beschreibung, bei 12,6 – 13,8 Volt.
Ein Messgerät für den E-Zaun habe ich schon, das zeigt allerdings 8,5 kV (ohne Zaun).
Wie kann ich denn jetzt diese ca. 12 Volt messen? Direkt an der Batterie? Dann müsste ich wohl ein anderes Messgerät kaufen, oder? Gibt es sonst irgendwie eine Möglichkeit, die Batterie vor Tiefentladung zu schützen (außer die Säuredichte zu messen, da würd ich schon lieber die Spannung messen) Vielleicht kann mir ja jemand weiterhelfen.
Allerdings hab ich mir jetzt doch mal ein kleines und auch recht günstiges Akkugerät gekauft, um auch Flächen, die ich durch das Netzgerät nicht erreichen kann, mit Strom zu versorgen.
Gleichzeitig hab ich mir auch noch einen speziellen Weidezaunakku gekauft, da mir gesagt wurde, dass normale Autobatterien nicht für die ständige Abgabe von Strom geeignet sind.
Mein Gerät verfügt aber leider über keinen Tiefentladungsschutz, ich will aber meinen Akku auch nicht zerstören. Es heißt also in der Beschreibung, dass die Spannung mit einem möglichst genauen Messgerät überprüft werden soll.
Die Ideal-Spannung für 12 Volt Akkus liegt, laut Beschreibung, bei 12,6 – 13,8 Volt.
Ein Messgerät für den E-Zaun habe ich schon, das zeigt allerdings 8,5 kV (ohne Zaun).
Wie kann ich denn jetzt diese ca. 12 Volt messen? Direkt an der Batterie? Dann müsste ich wohl ein anderes Messgerät kaufen, oder? Gibt es sonst irgendwie eine Möglichkeit, die Batterie vor Tiefentladung zu schützen (außer die Säuredichte zu messen, da würd ich schon lieber die Spannung messen) Vielleicht kann mir ja jemand weiterhelfen.
Viele Grüße
Christine
Christine
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Anonymous
Hallo Christine,
ein zweite Batterie wäre wirklich zu empfehlen, damit du den Zaun in der Ladezeit nicht ohne Strom lassen musst.
Zur Kontrolle der Batterie würde ich dir auch ein Billig-Mulitmeter empfehlen. z.B.
<!-- m --><a class="postlink" href="http://cgi.ebay.de/Digital-Multimeter-M ... ltimeter-M ... dZViewItem</a><!-- m -->
Du musst nur aufpassen, dass du das Gerät richtig einstellt, und die Messkabel in die richtigen Anschlüsse steckst.
Wenn das Gerät versehentlich auf Strommessung (A) eingestellt ist, dann löst es sich in Rauch auf, wenn du damit an die Batteriepole kommst.
Also immer Auf Gleichspannung (V_) einstellen. Am besten auf den Messbereich bis 20 Volt.
Dann gibt es noch einfache Batterietester für Autobatterien. Die sind nicht ganz so aussagekräftig erfüllen aber auch Ihren Zweck, und es besteht keine Gefahr etwas falsch zu machen. z.B.
<!-- m --><a class="postlink" href="http://cgi.ebay.de/Batterietester-KFZ-P ... ster-KFZ-P ... dZViewItem</a><!-- m -->
Gemessen wird jeweils an + und - Pol der Batterie.
Um die Batterie zu schonen, solltest du sie nie lange Entladen stehen lassen, sondern sie immer gleich aufladen.
Den Flüssigkeitstand in der Batterie regelmäßig prüfen. Wenn Flüssigkeit fehlt die einzelnen Zellen öffnen und destilliertes Wasser nachfüllen (das gleiche wie fürs Bügeleisen. Wie hoch die Flüssigkeit stehen soll ist seitlich auf der Batterie markiert.)
Wenn die Batterie im Winter eingelagert wird, dann vorher voll laden und evtl. 1 bis 2 mal nachladen.
Viele Grüße,
Manfred
ein zweite Batterie wäre wirklich zu empfehlen, damit du den Zaun in der Ladezeit nicht ohne Strom lassen musst.
Zur Kontrolle der Batterie würde ich dir auch ein Billig-Mulitmeter empfehlen. z.B.
<!-- m --><a class="postlink" href="http://cgi.ebay.de/Digital-Multimeter-M ... ltimeter-M ... dZViewItem</a><!-- m -->
Du musst nur aufpassen, dass du das Gerät richtig einstellt, und die Messkabel in die richtigen Anschlüsse steckst.
Wenn das Gerät versehentlich auf Strommessung (A) eingestellt ist, dann löst es sich in Rauch auf, wenn du damit an die Batteriepole kommst.
Also immer Auf Gleichspannung (V_) einstellen. Am besten auf den Messbereich bis 20 Volt.
Dann gibt es noch einfache Batterietester für Autobatterien. Die sind nicht ganz so aussagekräftig erfüllen aber auch Ihren Zweck, und es besteht keine Gefahr etwas falsch zu machen. z.B.
<!-- m --><a class="postlink" href="http://cgi.ebay.de/Batterietester-KFZ-P ... ster-KFZ-P ... dZViewItem</a><!-- m -->
Gemessen wird jeweils an + und - Pol der Batterie.
Um die Batterie zu schonen, solltest du sie nie lange Entladen stehen lassen, sondern sie immer gleich aufladen.
Den Flüssigkeitstand in der Batterie regelmäßig prüfen. Wenn Flüssigkeit fehlt die einzelnen Zellen öffnen und destilliertes Wasser nachfüllen (das gleiche wie fürs Bügeleisen. Wie hoch die Flüssigkeit stehen soll ist seitlich auf der Batterie markiert.)
Wenn die Batterie im Winter eingelagert wird, dann vorher voll laden und evtl. 1 bis 2 mal nachladen.
Viele Grüße,
Manfred
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Anonymous
Zum Thema "Trend zur Zweitbatterie" habe ich noch einen Lösungsvorschlag. Du hast ja jetzt eine Nobelstromquelle als Primärbatterie :-) Du brauchst aber keine 2. dieses Typs. Mein Vorschlag wäre im Baumarkt/ATU (oder wie auch immer) im Angebot eine billige 45Ah Starterbatterie zu erwerben. Oder bei Deiner Autowerkstatt gegen Spende in die Kaffekasse eine gute Gebrauchte zu erbetteln.
Mit dieser Batterie kannst Du dann die Ladephasen (2 Tage) der grossen Batterie überbrücken.
Wo Du aber auf jeden Fall drüber nachdenken solltest, ist die Anschaffung eines Automatik-Ladegeräts.
Die Spezialbatterien für Weidezäune sind Batterien für Antriebe und Beleuchtung, der grosse Vorteil liegt darin, dass sie Tiefentladung besser tolerieren und für mehr Ladezyklen ausgelegt sind.
Letztendlich ist es aber ein Rechenexempel. Eine 88Ah Starterbatterie kostet die Hälfte einer Antriebsbatterie, beide haben 2 Jahre Garantie. Hält die Antriebsbatterie wirklich doppelt so lange?
Ich kann es nicht sagen...
Michael
Mit dieser Batterie kannst Du dann die Ladephasen (2 Tage) der grossen Batterie überbrücken.
Wo Du aber auf jeden Fall drüber nachdenken solltest, ist die Anschaffung eines Automatik-Ladegeräts.
Die Spezialbatterien für Weidezäune sind Batterien für Antriebe und Beleuchtung, der grosse Vorteil liegt darin, dass sie Tiefentladung besser tolerieren und für mehr Ladezyklen ausgelegt sind.
Letztendlich ist es aber ein Rechenexempel. Eine 88Ah Starterbatterie kostet die Hälfte einer Antriebsbatterie, beide haben 2 Jahre Garantie. Hält die Antriebsbatterie wirklich doppelt so lange?
Ich kann es nicht sagen...
Michael
Weidezaunbatterie
Hallo,
wir verwenden Bleigelbatterien, vor allem um der Säure aus dem Weg zu gehen. Bei 100 Ah ist meist nach 3-5 Tagen nachzuladen, der älteste Akku ist von 2002 und geht noch. Kleinere Bleigelakkus aus ebay haben nicht lange gehalten.
Bei den Autobatterien wird doch die Säure durch Erschütterung durchmischt. Reicht der Transport nach Hause aus, oder sollte kurz Überladen werden?
Gruß
Werner
wir verwenden Bleigelbatterien, vor allem um der Säure aus dem Weg zu gehen. Bei 100 Ah ist meist nach 3-5 Tagen nachzuladen, der älteste Akku ist von 2002 und geht noch. Kleinere Bleigelakkus aus ebay haben nicht lange gehalten.
Bei den Autobatterien wird doch die Säure durch Erschütterung durchmischt. Reicht der Transport nach Hause aus, oder sollte kurz Überladen werden?
Gruß
Werner
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Anonymous
Re: Weidezaunbatterie
Hallo Werner,
Gruss,
Michael
Ich kann mich erinnern, dass Blei-Gel-Akkus nicht mit normalen Batterieladern geladen werden dürfen, wie macht Ihr das?Werner hat geschrieben: wir verwenden Bleigelbatterien, vor allem um der Säure aus dem Weg zu gehen. Bei 100 Ah ist meist nach 3-5 Tagen nachzuladen, der älteste Akku ist von 2002 und geht noch. Kleinere Bleigelakkus aus ebay haben nicht lange gehalten.
Den Passus habe ich nicht verstanden, könntest Du das nochmals kurz erläutern?Bei den Autobatterien wird doch die Säure durch Erschütterung durchmischt. Reicht der Transport nach Hause aus, oder sollte kurz Überladen werden?
Gruss,
Michael
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Anonymous
Re: Akkupflege beim Batteriegerät
Wieso sollte sie nicht geeignet sein? Begründung?Hitzewelle hat geschrieben: Gleichzeitig hab ich mir auch noch einen speziellen Weidezaunakku gekauft, da mir gesagt wurde, dass normale Autobatterien nicht für die ständige Abgabe von Strom geeignet sind.
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Anonymous
Re: Akkupflege beim Batteriegerät
Die Argumentation ist folgende:Habermus hat geschrieben:Wieso sollte sie nicht geeignet sein? Begründung?Hitzewelle hat geschrieben: , dass normale Autobatterien nicht für die ständige Abgabe von Strom geeignet sind.
1. Starterbatterien sind nicht für die konstante Entnahme von geringeren Strömen gedacht, sondern für die schnelle Freisetzung hoher Ströme (bis zu 600A!)
2. Starterbatterien werden in ihrem Einsatzbereich (Starten :-) ) normalerweise nur um ein paar Prozent (1-3%) entladen, alles was regelhaft darüber hinausgeht, senkt die Lebendauer des Akkus
3. Antriebs/Beleuchtungsbatterien sind für eine deutlich tiefere Entladung ausgelegt, hier werden Entladungen bis über 80% der Kapazität angenommen. Hier kommt dann der Begriff der "Zyklenfestigkeit" ins Spiel, ein Zyklus entspricht einer Entladung bis "leer/fast leer" und einer darauf folgenden Volladung. Antriebsbatterien halten das problemlos viele Zyklen aus, Starterbatterien nicht zwingend. Wie schon gesagt, Starterbatterien sind nicht auf tiefe Entladung hin konzipiert.
Aaaaber:
1. Diese Spezialbatterien kosten mindestens das Doppelte
2. Haben auch nur zwei Jahre Garantie
3. Ich habe hier Starterbatterien im Einsatz, die schon 5 Jahre alt sind und immer noch topfit.
Wie pflegt man also seine Weidezaunbatterie richtig?
1. *niemals* also wirklich niemals die Batterie tiefentladen. Wenn man kein Zaungerät mit Entladeschutz einsetzt, kann man eine rechnerische Abschätzung der Laufzeit machen, dazu brauchts nur den allseits beliebten Dreisatz: wenn ich eine Batterie mit 100Ah habe und ein Weidezaungerät mit 0,5Ah Verbrauch, läuft mein Zaun damit *rechnerisch* 200h (also rund 8 Tage). Dann wäre die Batterie aber völlig leer. Nicht gut. Wenn wir also mit etwas Sicherheit kalkulieren und 60% der Kapazität als gefahrlos entnehmbar definieren, bleiben noch rund 5 Tage (mit Sicherheitspuffer) übrig. Dann wäre laden angesagt.
2. auch scheinbar "wartungsfreie" Batterien brauchen Wartung. "Wasserstand" kontrollieren, ggf. Deckel öffnen und mit destilliertem Wasser auf Sollstand auffüllen. Sicherheitsvorschriften beachten! Meistens ist auf der Aussenseite der Minimalpegel aufgeprägt, die Maximalfüllung wird i.d.R. erst nach Öffnen des Deckels sichtbar. Entweder ein Ärmchen mit einem Winkel dran, oder ein nach innen ausgezogener Rand (schwer zu erklären, muss man sehen), der Flüssigkeitsstand soll bündig mit dieser Markierung abschliessen.
3. Ein wenig Geld für ein ordentliches Ladegerät investieren (gibts ab 40€). Die Batterien bitte nicht mit dem alten Batteriegrill vom Opa traktieren, das geht mal um eine leere Autobatterie wieder zu füllen, aber die Batterie bei unseren Zäunen wird alle paar Tage geladen. Beim Laden gibt es zwei Möglichkeiten: Entweder wird die Batterie nicht voll, weil wir zu früh den Ladevorgang beenden (harmlos, aber unpraktisch). Der schlimmere Fall, der öfter passiert und die Batterie wirklich schädigt: Überladung. Altes Ladegerät an die Batterie gehängt und vergessen. Ist mir auch schon passiert. Damit kann man Akkus zerstören. Zerstören meint nicht nur "kaputt" sondern u.U. im Extremfall auch "Akkutrümmer mit lecker Säure im ganzen Raum" Für Weidezaungeräte sollte also ein Automatiklader eingesetzt werden, der bei Erreichen des Zustands "Voll" (erkennt er selbst") automatisch abschaltet bzw. auf einen ganz geringen Strom umschaltet, der die Batterie im voll geladenen Zustand erhält.
4. Laßt die Batterien auf der Weide nicht in der prallen Sonne stehen. Die Gehäuse sind nicht UV-stabil. Akkus sind dafür ausgelegt, irgendwo im Dunkeln ihr Dasein zu fristen. Stabilisierung kostet Geld, das macht ohne Not kein Hersteller. Die Folge: nach ein paar Jahren werden die Gehäuse brüchig. Lösung: irgendwie für Schatten sorgen, zwei alte Dachziegel reichen.
5. Die Akkus sollten auch im Winter gepflegt werden. Frostfrei lagern, alle paar Wochen nachladen. Noch besser: es gibt für <20€ kleine Erhaltungslader, die den ganzen Winter an der Batterie verbleiben können und die den Akku ständig leicht laden/entladen. Batterie-Walking :-)
So, jetzt hör ich mit der Schreiberei auf, bevor ich Euch endgültig langweile.
Gruss,
Michael
P.S.: wer Rechtschreib- und Rechenfehler findet, darf sie behalten.