Akkupflege beim Batteriegerät
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Hitzewelle
- Beiträge: 744
- Registriert: 11.04.2005, 09:59
Hey,
ist ja toll, dass so viele Antworten gekommen sind. :D
Da die Batterie nur für „Notfälle“ mal herhalten soll, oder um unsre Ziegen oder Pferde mal ein paar Tage lang auf eine Wiese zu stellen, an die wir mit dem Strom vom Netzgerät oder mit dem Strom von unsrem solarbetriebenen Weidezaungerät (das übrigens seit ca. 9 Jahren ohne Probleme funktioniert und im Sommer ca. 6 ha Weide auf 3-5 Teilstücken mit Strom versorgt) nicht rankommen, oder wenn mal eines der Geräte kurzfristig ausfallen sollte, soll damit auch der E-Zaun für die Kühe mit Strom versorgt werden.
Außerdem sind meine Tiere (ob jetzt Pferde, Ziegen oder Kühe) recht gut erzogen, und kommen auch locker mal nen halben Tag ohne Strom aus ;-). Wenn nicht, kann ich sie ja während des Ladens mit in den Stall nehmen. Also ne zweite Batterie will ich mir im Moment mal nicht kaufen. Wenn sie hinterher nur rumsteht ist das auch nicht Sinn und Zweck der Sache.
@ manfred: Aus welchem Grund ist eigentlich das „bessere“ digitale Messgerät billiger als das andere?? Gibt es vielleicht auch noch Messgeräte, die eine noch höhere Spannung messen können (für den E-Zaun) und trotzdem im unteren Bereich für die Batterie noch genau genug sind?
Messt ihr denn eigentlich ständig an euren Weidezaunbatterien die Spannung oder wie stellt ihr fest, dass sie leer sind?
Ein Ladegerät haben wir zwar schon, aber ob es jetzt ein Automatik-Ladegerät ist, weiß ich nicht so genau. Ich glaube es eher nicht.
Danke Michael übrigens für deine tolle Beschreibung. Nein, also langweilen tust du mich da bestimmt nicht. Bin in solchen „Stromsachen“ nicht so fit und ist gut, das alles mal zu lesen.
Werd mir jetzt erst mal so ein Messgerät zulegen, und dann mal schauen, wie ich mit unserem Ladegerät zurechtkomme. Soweit ich weiß (hab gestern noch mal geschaut) hat das aber nur zwei Skalen für Ampere. Wie sehe ich denn, wann die Batterie voll ist? Wieviel Ah meine Batterie hat, weiß ich leider auch nicht wirklich. Ist zwar eine Beschreibung dabei, aber da wird das ganze nur über die Säuredichte erklärt. Die hab ich auch schon gemessen, aber auf Dauer ist das ja ein bisschen gefährlich und Umständlich.
ist ja toll, dass so viele Antworten gekommen sind. :D
Da die Batterie nur für „Notfälle“ mal herhalten soll, oder um unsre Ziegen oder Pferde mal ein paar Tage lang auf eine Wiese zu stellen, an die wir mit dem Strom vom Netzgerät oder mit dem Strom von unsrem solarbetriebenen Weidezaungerät (das übrigens seit ca. 9 Jahren ohne Probleme funktioniert und im Sommer ca. 6 ha Weide auf 3-5 Teilstücken mit Strom versorgt) nicht rankommen, oder wenn mal eines der Geräte kurzfristig ausfallen sollte, soll damit auch der E-Zaun für die Kühe mit Strom versorgt werden.
Außerdem sind meine Tiere (ob jetzt Pferde, Ziegen oder Kühe) recht gut erzogen, und kommen auch locker mal nen halben Tag ohne Strom aus ;-). Wenn nicht, kann ich sie ja während des Ladens mit in den Stall nehmen. Also ne zweite Batterie will ich mir im Moment mal nicht kaufen. Wenn sie hinterher nur rumsteht ist das auch nicht Sinn und Zweck der Sache.
@ manfred: Aus welchem Grund ist eigentlich das „bessere“ digitale Messgerät billiger als das andere?? Gibt es vielleicht auch noch Messgeräte, die eine noch höhere Spannung messen können (für den E-Zaun) und trotzdem im unteren Bereich für die Batterie noch genau genug sind?
Messt ihr denn eigentlich ständig an euren Weidezaunbatterien die Spannung oder wie stellt ihr fest, dass sie leer sind?
Ein Ladegerät haben wir zwar schon, aber ob es jetzt ein Automatik-Ladegerät ist, weiß ich nicht so genau. Ich glaube es eher nicht.
Danke Michael übrigens für deine tolle Beschreibung. Nein, also langweilen tust du mich da bestimmt nicht. Bin in solchen „Stromsachen“ nicht so fit und ist gut, das alles mal zu lesen.
Werd mir jetzt erst mal so ein Messgerät zulegen, und dann mal schauen, wie ich mit unserem Ladegerät zurechtkomme. Soweit ich weiß (hab gestern noch mal geschaut) hat das aber nur zwei Skalen für Ampere. Wie sehe ich denn, wann die Batterie voll ist? Wieviel Ah meine Batterie hat, weiß ich leider auch nicht wirklich. Ist zwar eine Beschreibung dabei, aber da wird das ganze nur über die Säuredichte erklärt. Die hab ich auch schon gemessen, aber auf Dauer ist das ja ein bisschen gefährlich und Umständlich.
Viele Grüße
Christine
Christine
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Anonymous
Bei meinem einen Gerät (Hotshock A50) lade ich nach ein paar Tagen nach, beim anderen Gerät (Fa. Voß) ist eine Ladeanzeige dran.Hitzewelle hat geschrieben: Messt ihr denn eigentlich ständig an euren Weidezaunbatterien die Spannung oder wie stellt ihr fest, dass sie leer sind?
Werd mir jetzt erst mal so ein Messgerät zulegen, und dann mal schauen, wie ich mit unserem Ladegerät zurechtkomme.
Meine Empfehlung: Spar' Dir das Geld für ein Messgerät und investiere ein wenig mehr in ein Ladegerät. Besser investiert. ich habe einige dieser Messwerkzeuge, aber meine Batterien habe ich noch nie gemessen...
Idealerweise am Ladegerät. Ein Automatiklader schaltet dann ab :-)Wie sehe ich denn, wann die Batterie voll ist?
Es gibt eine Näherung per Spannungsmessung ("BCI-Norm"), dazu muss man den Akku aber nach dem Laden 4-8h ruhen lassen. Wenn die Spannung dann 12,65V beträgt, ist er zu 100% geladen. Nicht wirklich praktikabel...
Steht drauf. Ganz sicher. Irgendwas mit 12V XXXA und XXX*Ah*Wieviel Ah meine Batterie hat, weiß ich leider auch nicht wirklich.
Gruss,
Michael
Re: Weidezaunbatterie
Hallo Werner,Werner hat geschrieben:Bei den Autobatterien wird doch die Säure durch Erschütterung durchmischt. Reicht der Transport nach Hause aus, oder sollte kurz Überladen werden?
das Problem mit der Schichtung der Säure hat man eigentlich nur bei stationären Akkus (Solaranlagen usw.).
Wenn du alle paar Tage nachlädst, dann ist die Durchmischung beim Transport und durchs Nachladen (etwas Gasung hast du immer) ausreichend.
@Michael: Wenn Nassakkus lange Zeit ruhig stehen und nur mit schwachen Strömen und / oder niedriger Spannung geladen werden, dann kommt es zur sogenannten Schichtung in der Säure. Die schweren Bestandteile wandern nach unten, und die leichten nach oben. Dadurch ist die Konzentration der Säure im Akku oben und unten unterschiedlich. Die chemische Reaktion an den Platten ist dann oben und unten ebenfalls unterschiedlich stark. Zum einen sinkt dadruch die Kapazität der Batterie, weil die Platten nicht voll genutzt werden, zum anderen kommt es zur schnelleren Sulfatierung der Platten, wudurch diese irreversiebel geschädigt werden.
Hochwertige Laderegler für Solaranlagen haben deshalb eine Einstellmöglichkeit für Gel- oder Vlies- und Nassakkus. Bei den Nassakkus wird dann regelmäßig mit Überspannung geladen um Gasbläschen in der Säure zu erzeugen. Diese Mischen beim Aufsteigen die Säure durch.
Dabei geht zwar etwas Wasser verloren, dass regelmäßig nachgefüllt werden muss, aber der Akku lebt deutlich länger.
Bei bewegten Akkus aber wie gesagt kein Problem.
Viele Grüße,
Manfred
Re: Weidezaunbatterie
Hallo,Cybister hat geschrieben: Ich kann mich erinnern, dass Blei-Gel-Akkus nicht mit normalen Batterieladern geladen werden dürfen, wie macht Ihr das?
wobei sich "normal" in erster Linie auf einfach Ladegeräte ohne Überladeschutz bezieht.
Wenn Gel- oder Vliesakkus überladen werden, dann verdampft das im Gel oder Vlies gebundene Wasser. Da bei diesen Akkus kein Wasser nachgefüllt werden kann, trocknet der Akku mit der Zeit aus. Mit jedem verlorenen Tröpfchen Wasser sinkt die Kapazität des Akkus.
Deshalb nur Automatikladegeräte verwenden oder im Notfall, wenn es gar nicht anders geht, den Akku nicht ganz vollladen, sondern rechtzeitig weider vom Ladegerät nehmen.
Viele Grüße,
Manfred
Ich nehme an, dass 1. die billig-Mulitmeter irgendwo in China in großer Stückzahl von Band fallen und 2., dass die Batterietester in kleineren Stückzahlen produziert werden und der Verkäufer mehr daran verdient.Hitzewelle hat geschrieben:@ manfred: Aus welchem Grund ist eigentlich das „bessere“ digitale Messgerät billiger als das andere?? Gibt es vielleicht auch noch Messgeräte, die eine noch höhere Spannung messen können (für den E-Zaun) und trotzdem im unteren Bereich für die Batterie noch genau genug sind?
Außerdem wird dass Batteriemessgerät einen anderen Innenwiderstand haben, um nicht nur die Leerlaufspannung zu messen (siehe unten).
Ich verwende selbst auch nur Geräte mit Tiefentladeschutz. Ich lasse den Akku einmal so lange am Gerät, bis der Schutz anspricht. Dann weiß ich wie lange es ca. dauert und lade schon vorher nach. Je weniger die Spannung der Batterie beim entladen absackt, desto länger hält sie. Wenn man eh täglich an der Weide ist, also lieber einmal öfter nachladen.Hitzewelle hat geschrieben:Messt ihr denn eigentlich ständig an euren Weidezaunbatterien die Spannung oder wie stellt ihr fest, dass sie leer sind?
Vorsicht!!! Niemals mit Mulitmeter under der Einstellung Ampere an einer Batterie messen. Bei der Strommessung (Ampere) erzeugst du sonst einen Kurzschluss der Batterie und dein Messgerät wird gegrillt. Wenn du Glück hast, siehst du es an den Messspitzen funken und bekommst sie weg, bevor sie festgeschweißt sind ;-)Hitzewelle hat geschrieben:Soweit ich weiß (hab gestern noch mal geschaut) hat das aber nur zwei Skalen für Ampere.
Deshalb immer nur in der Einstellung Volt messen. In der Einstellung hat das Gerät einen hohen Innenwiderstand und es fließt nur ein kleiner Strom.
Du meinst beim Laden?Wie sehe ich denn, wann die Batterie voll ist?
Dazu sollte dein Gerät eine Anzeige haben. Bei billig-Ladegeräten wird nur der Ladestrom angezeigt. Am Anfang ist der groß (je nach Gerät) und wird immer kleiner, je voller die Batterie wird.
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Anonymous
Nein, ich hab 3 Starterbatterien (80Ah), wechsel immer am Wochenende (bevor sie leer sind) und hänge sie dann wieder an das Ladegerät (mit Überlastungsschutz), an dem sie dranbleibt bis zum nächsten Wechsel.Hitzewelle hat geschrieben: Messt ihr denn eigentlich ständig an euren Weidezaunbatterien die Spannung oder wie stellt ihr fest, dass sie leer sind?
Sie stehen UV-geschützt in einem Metallschrank und im Winter werd ich sie hin und wieder aufladen. Bisher komm ich prima damit zurecht, 3 teure Akkus würd ich mir da eher nicht zulegen, ich denke das lohnt sich nicht.
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Hitzewelle
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- Registriert: 11.04.2005, 09:59
Ich hab mir jetzt nochmal unser Ladegerät angeschaut.
Leider hab ich es im Internet nicht gefunden, aber es schaut in etwa so wie dieses hier aus:
<!-- m --><a class="postlink" href="http://cgi.ebay.de/Einhell-Batterielade ... tterielade ... dZViewItem</a><!-- m -->
Der Typ ist WLG20. Meines hat allerdings nur einen Schalter für schnelles und für langsames Laden (die Weidezaunbatterie lade ich natürlich langsam).
Außerdem die Ampereanzeige und auch so einen Schalter (auf dem Bild rechts) an dem steht: Überlastschalter 20 A
Für was ist der gut? Ist das vielleicht der Überladungsschutz?
Leider hab ich es im Internet nicht gefunden, aber es schaut in etwa so wie dieses hier aus:
<!-- m --><a class="postlink" href="http://cgi.ebay.de/Einhell-Batterielade ... tterielade ... dZViewItem</a><!-- m -->
Der Typ ist WLG20. Meines hat allerdings nur einen Schalter für schnelles und für langsames Laden (die Weidezaunbatterie lade ich natürlich langsam).
Außerdem die Ampereanzeige und auch so einen Schalter (auf dem Bild rechts) an dem steht: Überlastschalter 20 A
Für was ist der gut? Ist das vielleicht der Überladungsschutz?
Viele Grüße
Christine
Christine
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Ziegen-Heinz
Hallo,
wir laden mit Eigenbau und Spannungsregelung von Conrad (Artikel-Nr.: 197912 - 62). Ist nicht Ideal, da keine Temperaturkompensation integriert ist. Muß also über´s Jahr (Sommer-Winter) nachjustiert werden. Provisorien halten oft zu lange, irgendwann folgt noch ein Neubau, wenn ganz viel Zeit über ist.
Wegen der Säureschichtung hab ich die Schichtung nach spez. Gewicht gemeint, die Manfred schon erklärt hat.
Gruß
Werner
wir laden mit Eigenbau und Spannungsregelung von Conrad (Artikel-Nr.: 197912 - 62). Ist nicht Ideal, da keine Temperaturkompensation integriert ist. Muß also über´s Jahr (Sommer-Winter) nachjustiert werden. Provisorien halten oft zu lange, irgendwann folgt noch ein Neubau, wenn ganz viel Zeit über ist.
Wegen der Säureschichtung hab ich die Schichtung nach spez. Gewicht gemeint, die Manfred schon erklärt hat.
Gruß
Werner
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Hitzewelle
- Beiträge: 744
- Registriert: 11.04.2005, 09:59
Hallo,
auf der Batterie steht wirklich nirgends drauf, wieviele Ah die hat, weder auf der Batterie direkt (haben wohl den Aufkleber vergessen??!!) noch in der Beschreibung.
Hab allerdings jetzt die gleiche hier gefunden:
<!-- m --><a class="postlink" href="http://www.weidezaun.info/index.php?cat ... ex.php?cat ... duct=34461</a><!-- m -->
War nur noch ein paar Euro günstiger, dort wo ich sie gekauft hab...
:D
Hab heut auch gleich mal den ersten "Testlauf" mit Zaun gemacht und hab trotz sehr starken Bewuchs (Wiese wurde noch nicht gemäht und heut nacht hat es auch noch geregnet --> starke Ableitung) und zwei Litzen noch gute 5 kV drauf. Ist so ca. 0,4 ha. Damit bin ich sehr zufrieden, bei meinem "billigen" Gerät.
Kann ich jetzt davon ausgehen, dass die Batterie schneller leer wird, wenn mehr Strom abgeleitet wird?
auf der Batterie steht wirklich nirgends drauf, wieviele Ah die hat, weder auf der Batterie direkt (haben wohl den Aufkleber vergessen??!!) noch in der Beschreibung.
Hab allerdings jetzt die gleiche hier gefunden:
<!-- m --><a class="postlink" href="http://www.weidezaun.info/index.php?cat ... ex.php?cat ... duct=34461</a><!-- m -->
War nur noch ein paar Euro günstiger, dort wo ich sie gekauft hab...
:D
Hab heut auch gleich mal den ersten "Testlauf" mit Zaun gemacht und hab trotz sehr starken Bewuchs (Wiese wurde noch nicht gemäht und heut nacht hat es auch noch geregnet --> starke Ableitung) und zwei Litzen noch gute 5 kV drauf. Ist so ca. 0,4 ha. Damit bin ich sehr zufrieden, bei meinem "billigen" Gerät.
Kann ich jetzt davon ausgehen, dass die Batterie schneller leer wird, wenn mehr Strom abgeleitet wird?
Viele Grüße
Christine
Christine