Lippengrind heilen?
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Therapiehof
Lippengrind heilen?
Hallo, eine meiner älteren Ziegen (5 Jahre) hat schon länger kleinere Pusteln und Krusten an den Lippen im Maulwinkel gehabt. Der TA hatte vor ca. 1 1/2 Jahren Lippengind diagnostiziert und als Behandlung geraten die Stellen mit Blauspray zu behandeln. In den letzten Tagen ist es schlimmer geworden, hat jemand eine Behandlungsidee? Der Rest des Bestandes ist unauffällig.
Ich versuch morgen mal ein Foto reinzustellen.
Danke für Eure Infos
Andreas
Ich versuch morgen mal ein Foto reinzustellen.
Danke für Eure Infos
Andreas
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Leintalgalopper
- Beiträge: 4
- Registriert: 05.10.2007, 21:34
Lippengrind
Hallo,
bei einem Bekannten hatte ich letztes Jahr auch so einen Fall bei einer WDE. Die hatte das auch am Euter und ums Maul rum. Er hat den TA zu Rate gezogen, der hat soweit ich mich noch erinnern kann Betaisadonna empfohlen. Das und einige andere Hausmittel (Ringelblumesalbe, Kamillentee...) hat einfach nicht den durchschlagenden Erfolg gehabt. Irgendwann hat er es mit Vorlauf probiert und das hat geholfen! Er hat die betroffenen Stellen 2 mal am Tag damit eingeschmiert. Was der Hammer war, das Maul war ja auch betroffen und bei dieser ganzen Schmiererei hat die Ziege auch mal ein Schlückle genommen. Das fand sie echt gut und immer wieder bekommt sie davon ...sie empfindet das als Leckerli. Das gute an dieser Geschichte ist das das Zeug ganz natürlich ist und weder Milch noch Fleisch schadet. Da muss man halt bei Blauspray vorsichtig sein.
Ein Versuch ist es wert. Vorlauf kriegt man in jeder Schnapsbrennerei. Und dann eben aufpassen das die Ziege nicht anfängt zu saufen:-)
Grüssle von Gaby
bei einem Bekannten hatte ich letztes Jahr auch so einen Fall bei einer WDE. Die hatte das auch am Euter und ums Maul rum. Er hat den TA zu Rate gezogen, der hat soweit ich mich noch erinnern kann Betaisadonna empfohlen. Das und einige andere Hausmittel (Ringelblumesalbe, Kamillentee...) hat einfach nicht den durchschlagenden Erfolg gehabt. Irgendwann hat er es mit Vorlauf probiert und das hat geholfen! Er hat die betroffenen Stellen 2 mal am Tag damit eingeschmiert. Was der Hammer war, das Maul war ja auch betroffen und bei dieser ganzen Schmiererei hat die Ziege auch mal ein Schlückle genommen. Das fand sie echt gut und immer wieder bekommt sie davon ...sie empfindet das als Leckerli. Das gute an dieser Geschichte ist das das Zeug ganz natürlich ist und weder Milch noch Fleisch schadet. Da muss man halt bei Blauspray vorsichtig sein.
Ein Versuch ist es wert. Vorlauf kriegt man in jeder Schnapsbrennerei. Und dann eben aufpassen das die Ziege nicht anfängt zu saufen:-)
Grüssle von Gaby
Hallo,
ist es sicher (?) Lippengrind. BT fängt ähnlich an.
Gruss
ist es sicher (?) Lippengrind. BT fängt ähnlich an.
Gruss
Sabine M.H.
http://www.working-goats.de Pack- und Fahrziegen
http://www.working-goats.de Pack- und Fahrziegen
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Therapiehof
@Sabine
ja, sie hat zwar ne blaue Zunge, aber vom abschlecken des Blausprays..
wie gesagt, sie hat das seit ca. 2 Jahren minimal und seit 3 Wochen etwas stärker, es ist jedoch nicht akut, ich hätte das abheilen gern unterstützt.
zu BT: hier im Südschwarzwald gottseidank noch nicht angekommen, da ich auf 900 m Höhe bin, kommen die Gnitzen auch nicht hier hoch (sagt mein TA)
@gaby
als absoluter intoleranter Nichttrinker werd ich mich wohl überwinden müssen, danke für den Tipp, werde es probieren
ja, sie hat zwar ne blaue Zunge, aber vom abschlecken des Blausprays..
wie gesagt, sie hat das seit ca. 2 Jahren minimal und seit 3 Wochen etwas stärker, es ist jedoch nicht akut, ich hätte das abheilen gern unterstützt.
zu BT: hier im Südschwarzwald gottseidank noch nicht angekommen, da ich auf 900 m Höhe bin, kommen die Gnitzen auch nicht hier hoch (sagt mein TA)
@gaby
als absoluter intoleranter Nichttrinker werd ich mich wohl überwinden müssen, danke für den Tipp, werde es probieren
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Burenbauer
- Beiträge: 60
- Registriert: 23.11.2006, 19:17
Hallo Andreas,
ich hatte letztes Jahr bei einigen Schafen Lippengrind, mein Tierarzt empfahl mir Kaliumpermanganat (gibts in der Apotheke) mit Wasser verdünnen und mit einem Wattestäbchen die betroffenen Stellen betupfen. Hat geholfen, aber Vorsicht, das Zeug kriegt man nicht mehr von den Händen runter geschweige aus den Klamotten raus.
Liebe Grüße Uwe #daumen_hoch*
ich hatte letztes Jahr bei einigen Schafen Lippengrind, mein Tierarzt empfahl mir Kaliumpermanganat (gibts in der Apotheke) mit Wasser verdünnen und mit einem Wattestäbchen die betroffenen Stellen betupfen. Hat geholfen, aber Vorsicht, das Zeug kriegt man nicht mehr von den Händen runter geschweige aus den Klamotten raus.
Liebe Grüße Uwe #daumen_hoch*
Farmers feed the World
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Anonymous
Hallo
der Mücke ist das total egal,ob 900 m Hoch oder weniger,früher oder später ist BT über all.
Wenn sie dann auch noch Fieber hat ist es BT hier Information.
<!-- m --><a class="postlink" href="http://www.landwirtschaftskammer.de/fac ... mer.de/fac ... -adams.pdf</a><!-- m -->
sollte es Lippengrind sein,auch hier info.
schöne Grüße
NORA
der Mücke ist das total egal,ob 900 m Hoch oder weniger,früher oder später ist BT über all.
Wenn sie dann auch noch Fieber hat ist es BT hier Information.
<!-- m --><a class="postlink" href="http://www.landwirtschaftskammer.de/fac ... mer.de/fac ... -adams.pdf</a><!-- m -->
sollte es Lippengrind sein,auch hier info.
schöne Grüße
NORA
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Therapiehof
@Nora,
der Mücke ist es hier oben zu kalt und zu zugig, ich hoffe das vor nä. Frühjahr der Impftstoff freigegeben wird.
Die Diagnostik von Dr. Adams kannte ich schon. Leider schreibt er zur Behandlung der labialen, nicht bösartigen Form des Lippengrinds nichts, alle scheinen drauf zu setzen, daß es von alleine wieder geht und halt immer wieder kommt (vgl. unser Lippenherpes?)
Nochmal: die Susi ist pumperlgsund, kein Fieber, frisst wie eh und je und hat diese Symptome in milderer Form seit fast 2 Jahren, dann wirds ja wohl kaum BT sein?
ich versuch morgen ein Bild reinzustellen, jetzt schlafen die Mädels schon #sleep# , wenn der Stinker (mein Bock) sie lässt...
lg
Andreas
der Mücke ist es hier oben zu kalt und zu zugig, ich hoffe das vor nä. Frühjahr der Impftstoff freigegeben wird.
Die Diagnostik von Dr. Adams kannte ich schon. Leider schreibt er zur Behandlung der labialen, nicht bösartigen Form des Lippengrinds nichts, alle scheinen drauf zu setzen, daß es von alleine wieder geht und halt immer wieder kommt (vgl. unser Lippenherpes?)
Nochmal: die Susi ist pumperlgsund, kein Fieber, frisst wie eh und je und hat diese Symptome in milderer Form seit fast 2 Jahren, dann wirds ja wohl kaum BT sein?
ich versuch morgen ein Bild reinzustellen, jetzt schlafen die Mädels schon #sleep# , wenn der Stinker (mein Bock) sie lässt...
lg
Andreas
Also wir hatten letztes Jahr lippengrind, aber das vergeht wieder und zieht sich nicht über Jahre hinweg :-( . Bei uns dauerte es schon lange, die Tierärztin hat damals Vitamin A gespritzt und gemeint wir sollten warten bis es vergeht.
So nach und nach hat sich jede bis auf eine infiziert, und nur um die Mundwinkel solche Grinde.
schönen Abend noch
Tine
So nach und nach hat sich jede bis auf eine infiziert, und nur um die Mundwinkel solche Grinde.
schönen Abend noch
Tine
Erstens kommt es
zweitens anders
drittens als man denkt.
zweitens anders
drittens als man denkt.
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Anonymous
Vorbeugung Behandlung Übertragbarkeit
Vorbeugung
Die beste Vorbeuge besteht in der natürlichen Durchseuchung des Bestandes zu einer Zeit, in der keine Sauglämmer vorhanden sind.Wenn Tiere in lippengrindfreie Bestände zugekauft werden, sollten diese während einer Quarantänezeit von mindestens 14 Tagen auf Krusten an den entsprechenden Stellen untersucht werden. Der Zukauf sollte auf Zeiten verschoben werden, in denen keine Sauglämmer vorhanden sind. In endemisch befallenen Herden sind meist nur gelegentlich Lippengrindveränderungen zu beobachten. Hier ist im Abstand von fünf bis acht Jahren mit stärkeren Krankheitsausbrüchen zu rechnen, die dann wieder einen lang anhaltenden Schutz hinterlassen. In solchen Beständen reicht meist die örtliche Behandlung aus.
Es besteht die Möglichkeit der Herstellung bestandsspezifischer Vakzinen. Ein Impfstoff steht in Deutschland nicht mehr zur Verfügung. In anderen Ländern der Europäischen Gemeinschaft wird erfolgreich ein Lebendimpfstoff eingesetzt, der zur Sicherung einer Bestandsimmunität jährlich zwei bis vier Wochen vor dem Lammen verabreicht wird.
Behandlung
Alle Maßnahmen, die eine Steigerung der Infektionsabwehr bewirken, sind in der Lage, den Ausbruch von Lippengrind zu verhindern und/ oder den Verlauf zu mildern. Wenn erst wenige Tiere leichte Symptome zeigen, kann metaphylaktisch bei allen Tieren der Herde ein Paramunitätsinducer eingesetzt werden. Über die Wirksamkeit liegen aber bisher nur wenig aussagekräftige Studien vor.
Pflanzliche Mittel, die die Widerstandskraft gegenüber Virusinfektionen erhöhen, sowie Vitamin A und C können auch die Abheilung beschleunigen. Die örtliche Behandlung mit Salben, Tinkturen, Ölen (z.B. Teebaumöl) verhindert Sekundärinfektionen und lindert Schmerzen. Neben der örtlichen Behandlung mit desinfizierenden oder antibiotischen Mitteln gibt es keine spezifische Therapie, da es sich um eine Virusinfektion handelt.
Aufgrund der starken Schmerzen im Maulbereich sollte man den Tieren die Tränkeaufnahme erleichtern (permanentes Angebot von frischem Wasser) und gleichzeitig strukturarmes und nährstoffreiches Futter (Biertreber, Maissilage, eingeweichte Trockenschnitzel) anbieten.
Übertragbarkeit
Beim Lippengrind handelt es sich um eine Zoonose, das heißt bei Kontakt (auch mit latent infizierten Schafen) besteht die Gefahr, dass der Erreger über kleine Hautrisse auch beim Menschen eindringt. Grundsätzlich sollten daher Schäfer oder Viehhändler beim Umgang mit verdächtigen oder erkrankten Tieren Handschuhe tragen. Die Infektion verläuft beim Menschen meist schmerzlos und fieberfrei, es können allerdings Komplikationen auftreten. Aus versicherungsrechtlichen Gründen wird daher dringend empfohlen, spätestens drei Tage nach Bekanntwerden der Krankheit einen Arzt aufzusuchen, da der Lippengrind als Berufskrankheit anerkannt werden kann, wenn die Ansteckung infolge einer beruflichen Tätigkeit erfolgt ist.
Vorbeugung
Die beste Vorbeuge besteht in der natürlichen Durchseuchung des Bestandes zu einer Zeit, in der keine Sauglämmer vorhanden sind.Wenn Tiere in lippengrindfreie Bestände zugekauft werden, sollten diese während einer Quarantänezeit von mindestens 14 Tagen auf Krusten an den entsprechenden Stellen untersucht werden. Der Zukauf sollte auf Zeiten verschoben werden, in denen keine Sauglämmer vorhanden sind. In endemisch befallenen Herden sind meist nur gelegentlich Lippengrindveränderungen zu beobachten. Hier ist im Abstand von fünf bis acht Jahren mit stärkeren Krankheitsausbrüchen zu rechnen, die dann wieder einen lang anhaltenden Schutz hinterlassen. In solchen Beständen reicht meist die örtliche Behandlung aus.
Es besteht die Möglichkeit der Herstellung bestandsspezifischer Vakzinen. Ein Impfstoff steht in Deutschland nicht mehr zur Verfügung. In anderen Ländern der Europäischen Gemeinschaft wird erfolgreich ein Lebendimpfstoff eingesetzt, der zur Sicherung einer Bestandsimmunität jährlich zwei bis vier Wochen vor dem Lammen verabreicht wird.
Behandlung
Alle Maßnahmen, die eine Steigerung der Infektionsabwehr bewirken, sind in der Lage, den Ausbruch von Lippengrind zu verhindern und/ oder den Verlauf zu mildern. Wenn erst wenige Tiere leichte Symptome zeigen, kann metaphylaktisch bei allen Tieren der Herde ein Paramunitätsinducer eingesetzt werden. Über die Wirksamkeit liegen aber bisher nur wenig aussagekräftige Studien vor.
Pflanzliche Mittel, die die Widerstandskraft gegenüber Virusinfektionen erhöhen, sowie Vitamin A und C können auch die Abheilung beschleunigen. Die örtliche Behandlung mit Salben, Tinkturen, Ölen (z.B. Teebaumöl) verhindert Sekundärinfektionen und lindert Schmerzen. Neben der örtlichen Behandlung mit desinfizierenden oder antibiotischen Mitteln gibt es keine spezifische Therapie, da es sich um eine Virusinfektion handelt.
Aufgrund der starken Schmerzen im Maulbereich sollte man den Tieren die Tränkeaufnahme erleichtern (permanentes Angebot von frischem Wasser) und gleichzeitig strukturarmes und nährstoffreiches Futter (Biertreber, Maissilage, eingeweichte Trockenschnitzel) anbieten.
Übertragbarkeit
Beim Lippengrind handelt es sich um eine Zoonose, das heißt bei Kontakt (auch mit latent infizierten Schafen) besteht die Gefahr, dass der Erreger über kleine Hautrisse auch beim Menschen eindringt. Grundsätzlich sollten daher Schäfer oder Viehhändler beim Umgang mit verdächtigen oder erkrankten Tieren Handschuhe tragen. Die Infektion verläuft beim Menschen meist schmerzlos und fieberfrei, es können allerdings Komplikationen auftreten. Aus versicherungsrechtlichen Gründen wird daher dringend empfohlen, spätestens drei Tage nach Bekanntwerden der Krankheit einen Arzt aufzusuchen, da der Lippengrind als Berufskrankheit anerkannt werden kann, wenn die Ansteckung infolge einer beruflichen Tätigkeit erfolgt ist.