Brennesselheu

Fridolin
Beiträge: 1662
Registriert: 26.02.2006, 22:26

Beitrag von Fridolin »

Grüß Euch

Brennnesseln sind nicht nur für Tier und Mensch eine g'schmackige Angelegenheit, sondern machen auch den Kleingärtner und Rosenfreund froh.

Man befülle eine Wanne oder einen Trog mit Wasser und frisch geschnittenen Brennnesseln und lasse das Ganze einige Stunden ziehen. Bevor es heftig zu stinken anfängt kann man den Abguss mittels einer Sprühflasche beispielsweise über seine Lieblingsrosen sprühen. Das vertreibt garantiert auf natürliche Weise jegliche Blattläuse. Eine etwas länger abgestandene Brühe ist dann auch noch als Gießwasser ein vorzüglicher Dünger für den Garten. Wer es rustikal liebt, kann damit auch seine Zimmerpflanzen gießen. Dann riecht es aber so, als ob jemand in den Blumentopf geschissen hätte.

Ihr seht also, über Brennnesseln soll man nicht schimpfen sondern darf sich darüber freuen, wenn man welche hat.


Fridolin
Beiträge: 1662
Registriert: 26.02.2006, 22:26

Beitrag von Fridolin »

Servus Landsmann,

Die Brennnesseln werden genauso an der Luft getrocknet und gewendet wie das normale Heu und danach gelagert. In der Regel sind die Brennnesseln - sofern welche auf der Heuwiese wachsen - im Heu untergemischt und werden dann bevorzugt gefressen. Allerdings dauert die Trocknung etwas länger, weil die Blätter doch kräftiger als die meisten anderen Gräser sind. Nach der Einbringung sollte das Heu dann noch gut 6 Wochen lagern um gut fermentieren zu können.


Annabella
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Registriert: 19.11.2003, 10:48

Beitrag von Annabella »

....und wenn man oft genug gewendet hat, kann man die Stägel einfahren, weil die wertvollen Blätter zerbröselt sind...
Brennesseln kann man entweder auf "Darren" trocknen, oder zusammengebunden als Büschel, in der Scheune aufgehängt. Dabei bleiben die Blätter erhalten. Selbst bei Darren kommt es zu Blattverlusten, wenn man die Ernte abnimmt und in der Scheune am Boden lagert. Aus den am Boden liegenden Blattbröseln kann man dann Tee machen.


Liebe Grüße,
Katja
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(Konrad Adenauer)
Käsemaus
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Registriert: 29.04.2005, 16:16

Beitrag von Käsemaus »

Genauso, wie mit Pfefferminze - eine leckere Überraschung für die lieben im Winter.... Für getrocknete Minze machen die Zicken sogar Kunststücke...


Gruß,
http://www.myheimat.de/pattensen/profil ... 13211.html
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Ein Leben ohne Ziegen ist zwar denkbar, aber sinnlos!
Fridolin
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Registriert: 26.02.2006, 22:26

Beitrag von Fridolin »

Servus Annabella

Wer freilich Hobbylandwirt ist wie ich und stolzer Besitzer einer Heuraupe - mit der Technik des vorigen Jahrhunderts, BJ 1967 - der muss sich wegen eines zerbröselten Blattwerks nicht fürchten. Denn diese Heuraupe hebt das Futter beim Wenden förmlich in die gewünschte Position. Nachdem das fertige Heu dann auch noch per Hand eingebracht wird, steht einem herzhaften Ziegenschmaus nichts mehr im Wege.

Freilich, das kostet viel Schweiß und auch einige Nerven, denn nicht immer spielt das Wetter mit, wie die vorige Woche wieder einmal gezeigt hat, wo ich mir zum Heuen Urlaub genommen habe. Dafür ist es diese Woche heiss und ich habe eine schöne Feierabendbeschäftigung.


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