Landtechnik
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Therapiehof
Re: Landtechnik
ok finn: einen fendt oder eicher mit frontlader und mähwerk für 5000,- an dem man nix schrauben muss, zeig her...
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Finn
Re: Landtechnik
ich sag nicht INCL mähwerk UND frontlader. die eierlegende wollmilchsau wirst du bei den baujahren nicht finden. aber ein kumpel hat erst vor kurzem einen königtiger schnelläufer mit verdeck und baas frontheber für 3500.- gekauft. geschraubt werden muß da garnichts. und wenn schon, an einem schlepper der nur 10 jahre alt ist geht auch mal was hinüber. mein anderer kumpel hat einen fendt farmer 2 mit seitenmähwerk (und natürlich ein moderneres mähwerk, das er benutzt), der kostet garantiert auch nciht mehr als 4000.-
das einzige was du zu dem preis NICHT bekommst ist ein allradschlepper.
das einzige was du zu dem preis NICHT bekommst ist ein allradschlepper.
Re: Landtechnik
Ich hatte früher einen alten Eicher (35 PS) mit Balkenmähwerk, Kaufpreis waren 3500 DM. An dem hatte ich nie irgendwelche Reparaturen- nur: durch den TÜV hätte ich den nie bekommen! War ein reiner Schlepper für den "Hausgebrauch", wenn wir mal wirklich Strasse fahren mussten, kam eine "rote Nummer" drauf (haben wir geschäftlich). Dazu kamen dann irgendwann Ladewagen, Heuwender und -Schwader, und ein Kreiselmähwerk. Aber es war kein Frontlader dran, den wir unbedingt brauchten für die grossen Strohquaderballen! Und immer beim Nachbarn betteln war auch blöd, zumal er seinen Trecker mit Frontlader logischerweise zur gleichen Zeit brauchte wie wir....
Wir haben dann lange gesucht, bei allen Händlern, und fanden einen Lamborghini Allrad mit 95 PS- total heruntergeschlampt (aber mit guter Substanz)- deshalb relativ günstig (11.000 DM). Wir haben das Teil zerlegt, abgeschliffen, neu lackiert. Einen luftgefederten LKW-Sitz eingebaut, Frontlader und Druckluftbremse anbauen lassen (nochmal der gleiche Preis wie der Traktor selbst). Das ist ein unglaubliches Kraftpaket! -Heuer im Frühjahr haben wir dann noch einen Landini-Allrad gekauft, auch mit Frontlader und Druckluft, aber wesentlich jünger als der Lamborghini.
Das Problem sehe ich darin, dass die kleinen Traktoren kaum mehr am Markt sind, oder sie sind der reine Schrott. Ein Bauer, der einen gute, alten, kleinen Schlepper mit Frontlader hat, behält ihn z.B. zum Silofahren. Und wenn so ein Traktor gut erhalten ist, hat er schon Sammlerwert, falls er verkauft werden sollte.
Die Baujahre, die interessant wären (vom Preis her), gibt es kaum als PS-minderbemittelte, weil die Bauern zu der Zeit schon mehr PS gekauft haben. Und ich kann eigentlich auch nur jedem raten, lieber mehr Power zu kaufen, als zuwenig! Denn gerade wenn man einen Frontlader möchte (zum Ausmisten, Misthaufen räumen etc.), sollte etwas mehr Kraft da sein, und möglichst auch Allrad.
Lieber einmal was Gescheites gekauft, als immer feststellen, dass es nicht reicht- keine Angst vor zu "grossen" Traktoren, ein Traktor ist selten zu gross, doch oft zu klein!- Und immer wieder die Seiten mit Traktorangeboten abfragen im Internet, bis das Passende auftaucht.
Wir haben dann lange gesucht, bei allen Händlern, und fanden einen Lamborghini Allrad mit 95 PS- total heruntergeschlampt (aber mit guter Substanz)- deshalb relativ günstig (11.000 DM). Wir haben das Teil zerlegt, abgeschliffen, neu lackiert. Einen luftgefederten LKW-Sitz eingebaut, Frontlader und Druckluftbremse anbauen lassen (nochmal der gleiche Preis wie der Traktor selbst). Das ist ein unglaubliches Kraftpaket! -Heuer im Frühjahr haben wir dann noch einen Landini-Allrad gekauft, auch mit Frontlader und Druckluft, aber wesentlich jünger als der Lamborghini.
Das Problem sehe ich darin, dass die kleinen Traktoren kaum mehr am Markt sind, oder sie sind der reine Schrott. Ein Bauer, der einen gute, alten, kleinen Schlepper mit Frontlader hat, behält ihn z.B. zum Silofahren. Und wenn so ein Traktor gut erhalten ist, hat er schon Sammlerwert, falls er verkauft werden sollte.
Die Baujahre, die interessant wären (vom Preis her), gibt es kaum als PS-minderbemittelte, weil die Bauern zu der Zeit schon mehr PS gekauft haben. Und ich kann eigentlich auch nur jedem raten, lieber mehr Power zu kaufen, als zuwenig! Denn gerade wenn man einen Frontlader möchte (zum Ausmisten, Misthaufen räumen etc.), sollte etwas mehr Kraft da sein, und möglichst auch Allrad.
Lieber einmal was Gescheites gekauft, als immer feststellen, dass es nicht reicht- keine Angst vor zu "grossen" Traktoren, ein Traktor ist selten zu gross, doch oft zu klein!- Und immer wieder die Seiten mit Traktorangeboten abfragen im Internet, bis das Passende auftaucht.
Liebe Grüße,
Katja
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Ich bin wie ich bin.
Die einen kennen mich, die anderen können mich!
(Konrad Adenauer)
Katja
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Finn
Re: Landtechnik
das beobachte ich auch in den letzten jahren. weil jeder, der beim hohen ölpreis holz im wald macht, einen kleine, preiswerten schlepper sucht. die eicher mit 30-40Ps aus den baujahren 65-69 sind teilweise besser als neuwertigere schlepper mit mehr PS (mit 95 kann man es natürlich nicht vergleichen). unser biobauer hat einen bj 67 und der arbeitet tagtäglich damit. mit TÜV natürlich. und der andere von meinem kumpel hat natürlich auch TÜV. ohne TÜV würd ich nichts kaufen. der fendt farmer2 von meinem anderen kumpel hat 45 PS, bj 68. TÜV. er macht alle betriebsarbeiten die bei einem kleinen hobbylandwirt anfallen. einziges manko: verliert öl. und hat keinen frontlader.Annabella hat geschrieben:Die Baujahre, die interessant wären (vom Preis her), gibt es kaum als PS-minderbemittelte, weil die Bauern zu der Zeit schon mehr PS gekauft haben.
aber frontlader braucht nicht jeder, nur wer maschinell misten will und wer großballen verfüttert. also sollte man sich gut überlegen was man tatsächlich braucht. einen überdimensionierten schlepper zu kaufen halte ich für unnötig, denn der braucht PLATZ. und der ist z.b. bei uns mangelware. deswegen hat hier eigentlich jeder einen kleinen schlepper mit ca 30-60 PS, alles was größer ist fahren hier nur hauptberufslandwirte.
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Therapiehof
Re: Landtechnik
und leider muß ich wieder mal anderer Meinung sein. Viel Leistung heisst auch hohe Kosten, sei es in der Versicherung oder im Dieselverbrauch. Ich habe die ersten 3 Jahre meinen kompletten 8 Ha Betrieb mit Heuernte, Mist- und Gülle fahren, pflügen, säen usw. mit meinem Fendt GT 231 gemacht, luftgekühter sparsamer 3 Zylinder mit nur 35 PS, Frontpritsche und Frontlader (mit dem hab ich sogar Siloballen in den Stall gefahren) Ich habe damals den besten gekauft den es noch gab, also letztes Baujahr mit 450 Std. allerdings für 12500 Euro! Nur zum Schneeräumen (wir sind ja auf 950 m) brauchte ich was mit breiter Schaufel und Allrad, mit dem ich jetzt auch 3 scharig Volldrehpflügen kann, also ein fendt 105er mit Frontlader, 30 jahre alt und 8500 std für 7800 euro, eher ein guter Preis. Und Resultat? vor 1 Monat tropfte massig Öl raus, mein Landmech hat ihn aufgemacht: Ergebnis brauche vier neue Zylinderbuchsen und Kolben usw. Kosten mit Einbau 3000 Euro. Daher meine Warnung vor alten Schleppern mit vielen Std. Aber einen Fendt GT 231 kann ich uneingeschränkt empfehlen und die bekommt man mit Frontlader auch schon mal für ca. 5000 €...Annabella hat geschrieben:Und ich kann eigentlich auch nur jedem raten, lieber mehr Power zu kaufen, als zuwenig! Denn gerade wenn man einen Frontlader möchte (zum Ausmisten, Misthaufen räumen etc.), sollte etwas mehr Kraft da sein, und möglichst auch Allrad.
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Finn
Re: Landtechnik
aber GT's sind mir zu hecklastig. für den frontlader ok aber sonst hat man im gelände eher schwierigkeiten damit.
und viele stunden bedeutet nicht automatisch, daß er mist ist. ist wie bei einem auto: auf die pflege und wartung kommt es an. 450 stunden ist natürlich nichts aber der preis auch recht stolz. für die paar mal im jahr wo ich einen schlepper brauche lohnt sich so ein anschaffungspreis nicht.
und viele stunden bedeutet nicht automatisch, daß er mist ist. ist wie bei einem auto: auf die pflege und wartung kommt es an. 450 stunden ist natürlich nichts aber der preis auch recht stolz. für die paar mal im jahr wo ich einen schlepper brauche lohnt sich so ein anschaffungspreis nicht.
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Therapiehof
Re: Landtechnik
naja mal mit 50 kmh schnitt verglichen entsprechen 9000 Betriebsstunden eine Laufleistung von 450000 km. würdest Du einen gut gewarteten 30 Jahre alten golf diesel kaufen wenn er 450000 km gelaufen hat. Die Lebensdauer eines Traktormotors liegt bei ca. 10000 h, dann ist eine Motorüberholung fällig. Kaufst Du also einen Gebrauchten mit 9000 h kann schon nach 10 h der Motor hin sein, daher ist es reine Glückssache. Aber auch klar, ohne Ölwechsel und Plfege ist der Motor halt auch schon bei 6000 h hin...Finn hat geschrieben:ist wie bei einem auto: auf die pflege und wartung kommt es an.
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Finn
Re: Landtechnik
och ja, meine autos haben auch meistens über 300000km, ich komm gut klar mit altem gelumpe. *fg*
Re: Landtechnik
@ "Therapiehof":
dann ziehe mal einen Anhänger, beladen mit 17 Quaderballen Stroh (2,5 m Länge) mit Deinem Fendt heim.
Eigentlich möchte ich Dir beim Aufladen schon zuschauen! Mit einem kleinen Traktor fahre ich dann viermal, kostet Sprit, Zeit, Nerven....
Meine Tierhaltung ist übrigens ein reiner Hobbybetrieb (amtlich bestätigt)
Ich bleib dabei: lieber ein stärkeres Gerät (so oft fährt man ja nicht, dass der Dieselpreis stark ins Gewicht fällt), mit dem man alles machen kann!
Unsere Diesel-PKW haben übrigens alle eine Laufleistung von mindestens 350.000 km erreicht, der Rekord liegt bei 560.000 km (erster Motor, erstes Getriebe)
Da hast Du eine Milchmädcherechnung aufgestellt....
Fakt ist: es gibt kaum Mittelklassetraktoren am Markt (um die 50 PS), und wenn, sind sie teurer in der Anschaffung als ein 80 -Plus -PS Traktor. Und darunter sollte man nicht anfangen, wenn man mit Traktor entmisten möchte, den Misthaufen räumen etc.- Wir drücken z.B. auch die Weidezaunpfosten mit dem Frontlader ein, unmöglich bei einem kleineren Gerät; selbst der Landini ist damit etwas überfordert.
Ist ja eigentlich auch logisch (für mich als Frau): ein kleinerer Traktor muss sich viel mehr schinden, um eine schwere Arbeit zu erledigen als ein stärkerer. Das kostet Sprit, und geht zu Lasten der Lebensdauer (Motor, Getriebe)- oder nicht????? -Als Vergleich: Anhänger ziehen mit Mittelklasse PKW, oder mit einem starken Auto. Wo hat man das bessere Gefühl?
dann ziehe mal einen Anhänger, beladen mit 17 Quaderballen Stroh (2,5 m Länge) mit Deinem Fendt heim.
Eigentlich möchte ich Dir beim Aufladen schon zuschauen! Mit einem kleinen Traktor fahre ich dann viermal, kostet Sprit, Zeit, Nerven....
Meine Tierhaltung ist übrigens ein reiner Hobbybetrieb (amtlich bestätigt)
Ich bleib dabei: lieber ein stärkeres Gerät (so oft fährt man ja nicht, dass der Dieselpreis stark ins Gewicht fällt), mit dem man alles machen kann!
Unsere Diesel-PKW haben übrigens alle eine Laufleistung von mindestens 350.000 km erreicht, der Rekord liegt bei 560.000 km (erster Motor, erstes Getriebe)
Da hast Du eine Milchmädcherechnung aufgestellt....
Fakt ist: es gibt kaum Mittelklassetraktoren am Markt (um die 50 PS), und wenn, sind sie teurer in der Anschaffung als ein 80 -Plus -PS Traktor. Und darunter sollte man nicht anfangen, wenn man mit Traktor entmisten möchte, den Misthaufen räumen etc.- Wir drücken z.B. auch die Weidezaunpfosten mit dem Frontlader ein, unmöglich bei einem kleineren Gerät; selbst der Landini ist damit etwas überfordert.
Ist ja eigentlich auch logisch (für mich als Frau): ein kleinerer Traktor muss sich viel mehr schinden, um eine schwere Arbeit zu erledigen als ein stärkerer. Das kostet Sprit, und geht zu Lasten der Lebensdauer (Motor, Getriebe)- oder nicht????? -Als Vergleich: Anhänger ziehen mit Mittelklasse PKW, oder mit einem starken Auto. Wo hat man das bessere Gefühl?
Liebe Grüße,
Katja
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Finn
Re: Landtechnik
ich denk man muß sich überlegen welche betriebsarbeiten anfallen und welche flächen man hat. jeder betrieb ist anders.
wenn ein kleines stück wiese nur 40 kleine ballen bringt, dann muß ich keinen anhänger mit 17 quaderballen ziehen (stroh wiegt übrigens nichts). das hol ich dann mal eben mit dem autoanhänger und brauch noch nicht mal einen schlepper.
mach ich selbst heu, brauch ich einen entsprechenden fuhrpark, aber da genügt meistens ein mittlerer schlepper mit ladewagen. mäh ich im jahr 50 ha mit viel öhmd, dann wirds der kleine schlepper auf dauer nicht packen.
miste ich maschinell, dann kommt es auf die gegebenheiten an. wir haben z.b. wenig platz, also könnten wir mit einem großen frontlader nicht rangieren. der, der für uns mistet, hat 3 frontlader, jeder größe und nimmt den kleinsten bei uns.
weideposten kann ich nicht mit dem frontlader eindrücken weil die flächen nicht befahrbar sind. also fallen viele einsatzbereiche flach und für den rest tuts ein kleiner.
ich kauf mir keinen geländewagen um einen autoanhänger zu ziehen sondern komm mit einem mittelklassekombi aus. aber einen polo würd ich nicht dafür nehmen. deswegen denke ich: so lange man nicht professionell arbeitet ist ein kompromiss irgendwo in der mitte das, womit man leben kann.
nur die frage von heckenrose haben wir noch nicht beantworten können..
wenn ein kleines stück wiese nur 40 kleine ballen bringt, dann muß ich keinen anhänger mit 17 quaderballen ziehen (stroh wiegt übrigens nichts). das hol ich dann mal eben mit dem autoanhänger und brauch noch nicht mal einen schlepper.
mach ich selbst heu, brauch ich einen entsprechenden fuhrpark, aber da genügt meistens ein mittlerer schlepper mit ladewagen. mäh ich im jahr 50 ha mit viel öhmd, dann wirds der kleine schlepper auf dauer nicht packen.
miste ich maschinell, dann kommt es auf die gegebenheiten an. wir haben z.b. wenig platz, also könnten wir mit einem großen frontlader nicht rangieren. der, der für uns mistet, hat 3 frontlader, jeder größe und nimmt den kleinsten bei uns.
weideposten kann ich nicht mit dem frontlader eindrücken weil die flächen nicht befahrbar sind. also fallen viele einsatzbereiche flach und für den rest tuts ein kleiner.
ich kauf mir keinen geländewagen um einen autoanhänger zu ziehen sondern komm mit einem mittelklassekombi aus. aber einen polo würd ich nicht dafür nehmen. deswegen denke ich: so lange man nicht professionell arbeitet ist ein kompromiss irgendwo in der mitte das, womit man leben kann.
nur die frage von heckenrose haben wir noch nicht beantworten können..