Wurmmittel Valbazen

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Ulli
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Registriert: 13.03.2008, 07:18

Re: Wurmmittel Valbazen

Beitrag von Ulli »

Hallo Finn!

Ich kann auch nicht ganz glauben, dass EM die Entwurmung völlig überflüssig macht, aber in einer gesunden Darmflora haben Parasiten weniger Chancen.

Da EM bei Verabreichung über Futter und Wasser, eventuell auch auf die Weide ausgebracht, zu einer Optimierung dieses Faktors beitragen soll liegt hier die Verbindung.

Dann könnte bei konsequenter Weidehygiene und regelmässigem Weidewechsel -bei regelmässigen Kotproben- ein Wurmmittel tatsächlich überflüssig sein.

Aber wirklich nur, wenn regelmässig kontrolliert wird!!!

LG Ulli


Leben ist gefährlich und endet immer tödlich
Finn

Re: Wurmmittel Valbazen

Beitrag von Finn »

wir wechseln konsequent. nur eine weide wird 2x im jahr beweidet - es liegen aber 2 monate dazwischen. alle anderen nur 1x im jahr, max 1-2 wochen am stück.
sammelkotprobe mit geringer verwurmung.
macht EM überflüssig.
aber WENN entwurmt wird, dann RICHTIG.


Svenja

Re: Wurmmittel Valbazen

Beitrag von Svenja »

Um auf Valbazen zurückzukommen...
Das war ein wirklich gutes Präparat, zumal es ja ein großes Parasitenspektrum abgedeckt hatte.
Besonders in Bezug auf die Leberegel ist es nun komplizierter geworden.
Nun müssen wir gleich zwei bis dreimal mal mit der chemischen Keule kommen. Einmal Flukiver oder Fasinex gegen Leberegel und dann noch Cydectin gegen den Rest.
Ach ja: und bei Bandwürmern natürlich noch Praziquantel....

Und nur auf die Kotproben verlasse ich mich nicht mehr! Wir hatten mal hochgradigen Leberegelbefall, der in den Kotproben längere Zeit unentdeckt blieb!

Wie macht ihr das so?

Liebe Grüße
Svenja

P.S. Es macht bestimmt wenig Sinn über EM zu streiten. Es ist wie mit der Homöopathie: entweder man glaubt dran oder eben nicht.


Erika
Beiträge: 52
Registriert: 08.05.2008, 11:18

Re: Wurmmittel Valbazen

Beitrag von Erika »

@ Finn
Wir wechseln auch konsequent - aber trotzdem müssen wir, so wie du offenbar trotz deiner konsequenten Weidewechselei auch, dann und wann RICHTIG entwurmen. Ich kann ja davon weiterträumen, dass sich das in ferner Zukunft (mit oder ohne EM) erübrigt.

@ Svenja
Hast recht, dass es keinen Sinn hat, über EM zu streiten. Es hat nämlich überhaupt nie einen Sinn zu streiten. Erfahrungs- und Meinungsaustausch ist da was Anderes.


Erika
Beiträge: 52
Registriert: 08.05.2008, 11:18

Re: Wurmmittel Valbazen

Beitrag von Erika »

Übrigens: Ich hatte nicht das Gefühl, dass der Wortwechsel zwischen Finn und mir eine Streiterei gewesen wäre.


Barbara2
Beiträge: 638
Registriert: 09.07.2003, 14:06

Re: Wurmmittel Valbazen

Beitrag von Barbara2 »

Svenja hat geschrieben: Und nur auf die Kotproben verlasse ich mich nicht mehr! Wir hatten mal hochgradigen Leberegelbefall, der in den Kotproben längere Zeit unentdeckt blieb!

Wie macht ihr das so?
.
Hallo Svenja,
also wenn bei unseren Ziegen (BDE) das ansonsten glänzende und glatt anliegende Fell matt wird und die Haarspitzen (vor allem am Hals und an der Schulter) sich leicht aufrichten bzw. kräuseln, dann ist das für mich ein Zeichen, dass die Wurmkur fällig ist. Ansonsten lassen wir routinemäßig 1mal im Jahr Kotproben untersuchen und eventuell dann nochmal bei Bedarf. Zur Gesunderhaltung der Darmflora bekommen sie Fermentgetreide von Kanne täglich ins Futter und außerdem verdünnte Molke zu trinken (soweit vorhanden). Wir entwurmen meist 2mal im Jahr, es kann aber auch vorkommen, dass es 3mal nötig ist. Bandwürmer haben wir zum Glück nicht im Bestand. Je nachdem müssen wir auch mal gegen Kokzidien behandeln, dies aber nur nach positiver Kotprobe bei den Jungtieren. Wir haben auch schon zusätzlich homöpathisch mit Abrotanum und Cina gearbeitet, das aber wieder aufgegeben, da ich keinen positiven Effekt festgestellt habe und die Eingeberei über mehrere Tage mir zu aufwendig wurde.
Svenja hat geschrieben:
P.S. Es ist wie mit der Homöopathie: entweder man glaubt dran oder eben nicht.
.
Das sehe ich etwas anders: entweder es hilft, oder es hilft nicht. Wenn kein merklicher Effekt festzustellen ist, breche ich eine Behandlung ab. Das bedeutet für mich dann aber nicht, das ganze Verfahren in Frage zu stellen. So sehe ich es auch bei EM und anderen Verfahren, wo es wirkt ist es gut, aber man muß schon versuchen, es objektiv zu beurteilen und einfach ehrlich zu sich selbst sein. Ob EM oder Homöopathie gegen Darmparasiten wirksam sind, wird für den Anwender schwierig zu beurteilen sein. Bei Ektoparasiten sollte das leichter möglich sein und daher habe ich es auch in diesem Bereich probiert. Am besten kann man eine Wirkung beurteilen, wenn man einen Vergleich mit einem wirksamen Mittel hat. Denn sonst denkt man halt einfach positiv und bildet sich vielleicht ein, dass eine Besserung durch die Behandlung eingetreten ist. Im Fall der Mücken kann ich einfach ganz klar sagen, dass keinerlei abschreckende Wirkung durch das Besprühen mit verdünnter EM-Lösung zu erkennen war. Deshalb kann das aber trotzdem woanders positive Wirkung zeigen.
Ich finde, man kann gerne etwas glauben und für sich anwenden, wenn es aber um die Tiere geht, dann ist glauben allein zu wenig, da müssen schon echte Ergebnisse her. Nur meine Meinung...
Liebe Grüße
Barbara


Claudi

Re: Wurmmittel Valbazen

Beitrag von Claudi »

Amelie hat geschrieben:Hallo Fridolin,
Valbazen ist eins der Wurmmittel gegen das die meisten Resistenzen vorliegen.Den Erfolg(oder Mißerfolg) unbedingt kontrollieren.
DIe Info ist woher bzw. wo finde ich die quellenangabe, damit ich sie meinem TA zeigen kann?

eine quellenangabe das ziegen höher dosiert werden müssen, fände ich auch hilfreich. er glaubt mir so nicht, hat allerdings seine doktorarbeit zu dem thema geschrieben. bisher fand ich mit hilfe von google diese info auch nur in diversen foren. #hail#


sanhestar
Beiträge: 8258
Registriert: 17.03.2003, 11:56

Re: Wurmmittel Valbazen

Beitrag von sanhestar »

Hallo,

ruf' bei der Vet.Uni in Giessen an - Klinik für kleine Wiederkäuer.

Gruss


Sabine M.H.
http://www.working-goats.de Pack- und Fahrziegen
Elisabeth
Beiträge: 58
Registriert: 08.09.2005, 09:33

Re: Wurmmittel Valbazen

Beitrag von Elisabeth »

Möchte die Aussage, dass gegen Valbazen so viele Resistenzen vorliegen, auch mal in Frage stellen. Habe Kotuntersuchungen unserer Ziegen auch selbst durchgeführt (nach Anleitung hier aus dem Forum) und im Gegensatz zu Eprinex fand ich bei Valbazen keinerlei Wurmeier mehr nach der Entwurmung! Aber auch wirklich nix! Ein Tierarzt (leider nicht unserer, weil zu weit weg), der sich fast ausschließlich mit Schafen und Ziegen beschäftigt, hat mir auch bestätigt, dass Valbazen sehr gut wirkt. Aber vielleicht stellt sich die Situation in Deutschland anders dar als in Österreich? Dass Panacur nicht mehr wirkt, das durften wir auch schon massiv feststellen...
Ist nur meine Erfahrung, aber ich hätte Valbazen eher empfohlen als davon abgeraten.


Claudi

Re: Wurmmittel Valbazen

Beitrag von Claudi »

hallo sabine,
sind die <!-- m --><a class="postlink" href="http://www.uni-giessen.de/cms/fbz/fb10/ ... /fbz/fb10/ ... e/institut</a><!-- m -->

zuständig oder die <!-- m --><a class="postlink" href="http://www.uni-giessen.de/cms/fbz/fb10/ ... /fbz/fb10/ ... hweine/kws</a><!-- m --> ?

claudi


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